Hüttengaudi 2024

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Neues vom Nachwuchs

Hüttengaudi 2024

Hüttengaudi bei der Viktoria Arnoldsweiler

Wir starten unsere Rückrunde mit unserer 2. Hüttengaudi. Bei Aprés Ski Hits und vielen anderen Stimmungslieder, wollen wir Party machen und dabei leckeres Bier genießen. Für das leibliche Wohl ist dabei auch wieder gesorgt.

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Hüttengaudi 2024

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Wir machen mit bei der Initiative des Jugendfußballs gegen Trainings- und Spielbetriebsabbruch.

Trainerstab Nachwuchs

Trainerstab Nachwuchs

Viktoria stellt im Nachwuchsbereich die Weichen für die Saison 2023/2024. Das Trainer–Team ist komplett.

Jugend traf Mittelrheinliga (2)

Jugend traf Mittelrheinliga (2)

Unsere Innenverteidiger Onur Alagöz und Dennis Dahmen im Austausch mit Manuel de Ram und Michael (Michi) Buchna aus der B1.

Fragen, Wünsche oder Anregungen? Bitte nimm Kontakt mit uns auf!

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Hallenstadtmeisterschaft 2024

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News

Hallenstadtmeisterschaft 2024

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Herzlichen Glückwunsch an die Viktoria Arnoldsweiler für ihre Teilnahme an der 37. Hallenstadtmeisterschaft in der Sporthalle Birkesdorf! Obwohl das erste Spiel leider mit 0:1 gegen Lendersdorf verloren wurde, hat sich das Team gegen die anderen Gruppenteilnehmer behauptet und ist als Zweiter ins Halbfinale eingezogen. Dort traf man auf den starken Gegner Viktoria Birkesdorf, den Gastgeber des Turniers. Sie haben nicht nur das Halbfinale, sondern auch das gesamte Turnier gewonnen. Im Endspiel standen die Birkesdorfer dann Borussia Freialdenhoven gegenüber. Der 3./4. Platz wurde in einem 9-Meter-Schießen entschieden, bei dem Arnoldsweiler gegen Lendersdorf antrat und sich den 3. Platz sichern konnte. Nochmals herzlichen Glückwunsch an alle Teilnehmer!

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Trainerstab Nachwuchs

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Viktoria stellt im Nachwuchsbereich die Weichen für die Saison 2023/2024. Das Trainer–Team ist komplett.

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Jugend traf Mittelrheinliga (3)

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Viktoria-News

Jugend traf Mittelrheinliga (3)

Arnoldsweiler, 28.10.2021 Tobias Jäger und Niclas Krämer (B-Jugend) im Gespräch mit Alexandru Daescu und Maurice Schröder aus der 1sten

Wieder verbrachten unsere Jugendspieler mit zwei Spielern unserer „Ersten“ etwas Zeit zum gegenseitigen Austausch. Diesmal trafen sich Tobias (Tobi) Jäger und Niclas Krämer, beides Spieler unserer B-Jugend mit den Spielern Alexandru (Alex) Daescu und Maurice Schröder. Alex trainiert bereits im zweiten Jahr zusätzlich die derzeitige B-Jugend mit großem Erfolg. Maurice kam im vorletzten Jahr mit einer Verletzung zur Viktoria und ist nun aktiv im Kader eingebunden.

Alex: Wie lange spielt ihr schon in Arnoldsweiler?
Tobi: Seit drei Jahren
Niclas: Ich jetzt seit drei Monaten
Alex: Wo hast Du vorher gespielt?
Niclas: Vorher habe ich ein Jahr in Birkesdorf gespielt und davor habe ich mit Tobi zusammen in Binsfeld gespielt.
Tobi: Genau, mit Manuel und Sebastian haben wir zusammen in Binsfeld gespielt. Deswegen sind die anderen auch alle gekommen. Ich bin damals mit Manuel zusammen zu Play it Juniors gegangen, was ja dann zu Arnoldsweiler gewechselt ist. Deshalb habe ich die beiden auch gefragt, ob sie kommen würden, da ich sie von früher her noch kannte. Wo habt ihr vorher gespielt, bevor ihr nach Arnoldsweiler gekommen seid?
Alex: Ich habe in Rumänien gespielt bis ich 24 war und dann bin ich nach Deutschland gekommen, um zu arbeiten. Hier habe ich dann ein Angebot von Freyaldenhoven bekommen, was ich akzeptiert habe. Dort habe ich dann fünf Jahre gespielt und bin dann vor zwei Jahren nach Arnoldsweiler gewechselt.
Maurice: Ich habe angefangen beim FC Preußen Hastenrath. Ich weiß gar nicht, ob ihr den Verein kennt. Das ist ein Eschweiler Verein. Wir haben damals noch auf der Asche gespielt. Ich bin dann in der U10 nach Aachen gegangen zu der Alemannia und in der U17 nach Kaiserslautern gewechselt. Nach zwei Jahren dort, bin ich nochmal nach Saarbrücken-Elversberg. Von da auch nochmal ein halbes Jahr nach Aachen, war aber da schon verletzt. Dann bin ich nach hier zu der Viktoria nach Arnoldsweiler.
Tobi: Alex, Du hast ja in Rumänien Nationaljugend gespielt, oder?
Alex: Ja
Tobi: Wie war das so? War das ein krasser Unterschied?
Alex: Ja, in der U15, U16 und U17 war ich in der Nationalmannschaft. In Rumänien war es schwer mit Schule und Fußball in der gleichen Zeit. Dann habe ich Fußball gespielt und Schule nur ein bisschen besucht. Der Unterschied in den Altersklassen im Gegensatz zu hier, z.B. Kreis Düren und Aachen ist krass, wir waren in Rumänien viel stärker. Aber dann in der U18 und U19 waren wir ganz schlecht. Die Akademien bis zur U17 sind sehr gut und ich weiß nicht warum, aber dann ist der Unterschied ab der U18 sehr stark. Ich sehe zum Beispiel bei Maurice, der aus der U19 kommt, wie stark der ist. Ein rumänischer Spieler, der aus der U19 kommt, ist nicht so gut.
Tobi: In was für einer normalen Mannschaft hast Du denn gespielt in Rumänien?
Alex: Ich habe für Rapid Bukarest gespielt, vielleicht kennst Du die. Das ist eine von den drei stärksten Mannschaften in Bukarest. Bis zur U14 war ich, wie hier, in einer kleinen Mannschaft und bin in der U14 zu Rapid Bukarest gewechselt. Ich habe dort zwei Jahre Jugend gespielt und bin dann in die zweite Mannschaft gewechselt. In der U18 und U19 habe ich in der ersten Mannschaft gespielt. Ich war in der UEFA Mannschaft 2011, aber ich habe nicht gespielt. Meine Position war Innenverteidiger und meine Konkurrenten waren Spieler, die bereits 300.000 € pro Monat verdienten. Ich war erst U18 und U19, da war es schwer. Aber es hat Spaß gemacht.
Tobi: Wie war denn der Unterschied zwischen dem Training Deiner normalen Mannschaft und dem Training der Nationalmannschaft. War der sehr stark?
Alex: Ja war er. Das Training war total anders. Die Spieler waren stärker als meine Mannschaft. Da waren die stärksten Spieler von ganz Rumänien.
Niclas: Maurice, Du sagtest, Du hättest eine Verletzung gehabt. Welche Verletzung hattest Du?

Maurice: Ich hatte immer mal wieder kleiner Sachen aber nichts Weltbewegendes aber jetzt hatte ich leider die letzten 1 ½ Jahre eine Schambeinentzündung. Das ist ein Knochen im Leistenbereich, der sich bei mir leider entzündet hat. Das ist was sehr Langwieriges,
was irgendwann spontan rauswächst. Man kann zwar mit Physiotherapeuten arbeiten und kann das ganze konservativ behandeln. Ich habe mich dann auch operieren lassen, aber trotzdem war es eine ziemlich langwierige Geschichte.
Alex: Hattet ihr auch schon Verletzungen bis jetzt?
Tobi: Das Einzige, was ich hatte, war ein Innenbandanriss am linken Fuß.
Niclas: Bis jetzt nur der Lendenwirbel geprellt, vor ein paar Monaten.
Alex: Das ist schön. Ich hatte auch keine starken Verletzungen bis letztes Jahr. Im letzten Jahr hatte ich ein bisschen Wadenprobleme nach dem Spiel in Düren. Da war ich drei oder vier Monate draußen. Aber sonst ist alles ok.
Tobi: Habt ihr einen Lieblingsverein in der Profi-Liga?
Alex: Ich schaue manchmal die spanische Liga und Premier League und jetzt seit sechs Jahren auch Bundesliga. In Deutschland ist Borussia Dortmund meine liebste Mannschaft. Und bei Euch?
Tobi: Bei mir ist es Gladbach.
Niclas: Bei mir auch Dortmund.
Maurice: Bei mir ist es Bayern München, der Familie Dank.
Alex: Und welche Spieler?
Tobi: Ich würde sagen Marco Reus oder Ronaldo. Als einer von beiden.
Niclas: Bei mir auch Marco Reus und Messi.
Alex: Du spielst doch Mittelfeld oder Innenverteidiger. Wieso dann Reus und Messi?
Niclas: Ich habe früher eine ganze Zeit rechts vorne gespielt, also sechs Jahre lang und dadurch wurde Marco Reus mein Lieblingsspieler.
Tobi: Ich trage die 11 auch nur wegen Marco Reus. Sonst würde ich auch eine andere Nummer nehmen.
Alex: Für alle in Deutschland ist es irgendwie immer Marco Reus und Müller. Ich weiß nicht, ob den einer von euch kennt aber ich finde Fabio Cannavaro gut. Das war ein italienischer Spieler, hat auch für Real Madrid gespielt. Das war ein sehr guter Innenverteidiger. Und jetzt ist es Ramos.
Maurice: Früher war ich immer Schweinsteiger-Fan. Das war immer mein Idol. Irgendwann hat sich das ein bisschen geändert. Heute gibt es kein bestimmtes Idol, oder mein absoluter Lieblingsspieler. Aber ich mag auf jeden Fall so Spieler wie Ramos von der Einstellung her. Naja, und Ronaldo natürlich. Das sind ja so Standardidole. Ansonsten finde ich noch so Spieler wie Goretzka cool, der in der Mannschaft die Verantwortung übernimmt und körperlich stark ist. Als Youngstar würde ich jetzt mal Jamal Musiala wählen. Den finde ich richtig gut.
Tobi: Ja, kann man so unterschreiben
Maurice: Und Thiago würde ich sagen, Thiago ist ein geiler Spieler am Ball. Das macht Spaß zuzusehen.
Tobi: Maurice, welche Position spielst Du?
Maurice: Eigentlich alles im Zentrum, Sechser, Zehner, auch Achter. Manchmal rück ich auch nach außen aber eigentlich die Zentrumpositionen.
Alex: Was ist die beste Position für Euch? Ich weiß, ich bin Euer Trainer, aber ich wechsel Eure Positionen manchmal. Aber wie seht ihr das? Was sind Eure besten Positionen, die Euch auch Spaß machen.
Tobi: In Binsfeld haben Niklas, Manu und ich immer vorne gespielt. Wir waren so der Dreier-Sturm. Niclas und ich haben da auch schonmal die Seiten gewechselt. Ich kann glaube ich beide Flügel spielen. Dann habe ich linker Verteidiger gespielt kurzzeitig mal. Fand ich nicht so gut. Ich spiele lieber vorne. Aber ich würde sagen linker oder rechter Flügel macht schon am meisten Spaß.
Niclas: Bei mir ist es Innenverteidiger oder linker Verteidiger. Ich spiele nicht mehr so gerne vorne. Wie ist es bei Euch?
Alex: Ich habe in Rumänien Innenverteidiger gespielt. Hier in Deutschland habe ich vier Jahre Sechser gespielt. Daher bin ich jetzt immer Innenverteidiger oder Sechser. Thomas hat hier in Arnoldsweiler auch mal die Zehner Position probiert, aber die mag ich nicht. Es ist sehr schwer, man muss viel laufen. Als Sechser muss man auch viel laufen aber als Zehner muss man in die Tiefe laufen, das ist nichts für mich. Ich bin nicht schnell. Für mich ist besser was körperliches. Ich bin auch kopfballstark.
Maurice: Meine Positionen habe ich Euch ja schon genannt und ich fühle mich eigentlich auch wohl im Zentrum.
Alex: Hat einer von Euch einen Nick-Name?
Niclas: Mich nennen alle Bernhardt
Tobi: Bei mir ist es Tobi oder TJ
Niclas: Habt ihr einen?
Alex: Bei mir ist es nur eine Ableitung vom Namen, „Dae“
Maurice: Ich bin auch als „Mo“ bekannt.
Alex: Was findet ihr besser, auf Kunstrasen oder auf Rasen spielen?
Tobi: Kunstrasen. Es ist zwar ein schönes Gefühl, wenn man sonntags bei Sonnenschein auf so einen frisch gemähten Rasen kommt. Ich mag es aber nicht so gerne auf Rasen zu spielen. Ich komme da nicht so gut klar. Kunstrasen ist einfacher, weil der Ball da besser rollt, deshalb komme ich da besser klar.
Niclas: Ich spiele auch lieber auf Kunstrasen. Aber es kommt auch immer ein bisschen auf den Rasen an, ob der jetzt viele Hubbel hat oder nicht.
Maurice: Also hier in Arnoldsweiler würdet ihr beide jetzt lieber auf Kunstrasen spielen?
Tobi: Also hier in Arnoldsweiler ist der Rasenplatz super gut, da kann man gar nichts sagen.
Maurice (schaut ungläubig): Ich glaube, da spielst du aber auf einem ganz anderen Rasen als ich.
Tobi: Ja gut, also ich habe in Binsfeld gespielt. Da sind sogar Maulwurfhügel auf dem Rasen, da kann man gar nicht spielen. Dagegen ist das hier ein Wunder an Rasen. Aber auch hier würde ich lieber Kunstrasen spielen.
Alex: Ihr wisst aber beide, dass die meisten Verletzungen vom Kunstrasen kommen oder?
Tobi: Nein, wusste ich nicht.
Alex: Doch, 90 % der Verletzungen sind vom Kunstrasen. Auf dem Rasen kannst Du rutschen und hast vielleicht ein bisschen Probleme mit der Muskulatur. Auf dem Kunstrasen ist das so, wenn Dein Fuß nicht mehr läuft und hängen bleibt dann hast du Probleme mit dem Gelenk, mit dem Knie und auch mit dem Oberkörper. Das ist wie die Verletzung von Niklas Fuhlbrügge vor zwei Wochen. Der Fuß bleibt hängen und schon die Verletzung im Knie. In unserer Mannschaft das gleiche mit Louis Cremer. Der Fuß bleibt stehen im Kunstrasen und das Knie läuft weiter nach vorne. Für mich ist auch Kunstrasen besser, weil der Ball einfach schön läuft. Aber ich liebe auch auf dem Rasen zu spielen. Schön mit Stollen wenn es ein bisschen geregnet hat.
Maurice: Ich muss ehrlich sagen, ich präferier eigentlich immer den Rasen. Ich gebe dir schon recht Alex, der Ball läuft hier besser auf dem Kunstrasen. Aber auch durch meine Verletzung, der Schambeinentzündung, die sicherlich auch vom vielen Spielen auf Kunstrasen entstanden ist, spiele ich lieber auf einem guten Rasenplatz. Das fühlt sich einfach in den Gelenken und Füßen besser an.
Alex: Wenn ihr Freizeit habt. Was ist besser für Euch? Freizeit und Computerspielen oder lieber Fußball spielen?
Tobi: Ich mag beides sehr gerne. Aber wenn ich nicht gerade krank bin und zwei Freunde fragen mich, ob ich lieber Computer spielen oder Fußball spielen will, dann würde ich Fußball spielen gehen. Es kommt eher seltener vor, dass einige Leute Zeit haben sich zu treffen, um Fußball zu spielen.
Niclas: Ja bei mir auch. Wenn mich jetzt Freunde fragen würden, würde ich im Moment lieber Fußball spielen gehen. Bevor ich nach hier gekommen bin, habe ich zwei Jahre Fußballpause gemacht. In der Zeit habe ich fast nur gezockt. Daher möchte ich im Moment am liebsten immer weiter Fußball spielen gehen.
Alex: Bis vor zwei, drei Jahren habe ich manchmal auch gespielt. Aber nicht auf der Playstation sondern nur auf dem Computer. In der Coronazeit vor zwei Jahren bin ich dann mehr gelaufen und habe mir gesagt, dass ist zu viel Zeit für mich mit dem Computer spielen. Ich habe zu wenig geschlafen. Ich konzentriere mich lieber jetzt auf eure U16 oder auch auf das Individualtraining. Seit zwei Jahren spiele ich jetzt gar nicht mehr.
Tobias: Aber du würdest gerne?
Alex: Ich habe mir überlegt, vielleicht machen wir ein kleines Trainingslager hier im Winter, zwei oder drei Tage und können vielleicht hier gemeinsam im Clubheim was zocken.
Maurice: Ja, eine Fifa-Zeit habe ich auch schon hinter mir und wenn ich ehrlich bin, auch zum Glück hinter mir gelassen. Bei mir war das früher auch so, von der Schule gekommen, erstmal die Playstation angemacht und ein bisschen Ultimate Team gezockt für ein paar Stunden. Dann ging es zum Training. Dann bin ich irgendwann ins Internat nach Kaiserslautern gegangen. Da hatten wir zwar auch die Möglichkeit, aber da war alles ein bisschen getakteter. Da hat man viel mehr mit den Jungs gemacht. Wir haben auch zwischendurch mal gezockt. Aber da hat man, insbesondere weil man auch Zweibettzimmer hatte, sich nicht mehr direkt nach der Schule vor die Playstation gesetzt und gezockt. Da habe ich eher was mit den Jungs unternommen und da hat das bei mir zum Glück auch irgendwann aufgehört.
Alex: Habt ihr auch schon einen anderen Sport probiert?
Tobi: Was ich sehr gerne mache ist Volleyball spielen, auch wenn ich es nicht so intensiv mache. Ich habe das schon mal in einem Feriencamp gemacht. Das macht mir wirklich Spaß.
Alex: Wir haben hier schon zweimal gespielt.
Tobi: Ja ich weiß. Ich bin so sauer, dass ich krank war. Wir haben es auch mal in der Schule gespielt. Ich bin nicht sonderlich gut darin. Wenn ich nicht die Chance hätte Fußball zu spielen, würde ich auf jeden Fall Volleyball spielen. Ansonsten habe ich nichts anderes probiert. Ich habe immer Fußball gespielt, seit ich drei Jahre alt bin.
Niclas: Bei mir gab es nichts anderes außer Fußball.
Maurice: Würdest du denn gerne mal was anderes ausprobieren?
Niclas: Wenn, dann auch Volleyball. Wir haben das ja letztens mal gespielt zusammen. Das hat mir eigentlich ganz viel Spaß gemacht.
Alex: Was meint ihr ist Sport in der Mannschaft oder als Einzelsport besser?
Tobi: Ich mache lieber im Team. Im Vergleich zum Beispiel Völkerball oder Zombieball. Ich habe immer lieber Zombieball gespielt mit anderen in einem Team halt. Wir haben dann immer ein Teamspiel draus gemacht, auch wenn es eigentlich ein Einzelspiel ist.
Niclas: ich mag auch viel lieber im Team spielen. Bei so Einzelsachen macht alleine nicht so viel Spaß immer.

Maurice: Ich habe früher in der Vergangenheit mal Tennis gespielt. Das war aber dann irgendwann nicht mehr möglich, weil es mit dem Fußball nicht mehr vereinbar war. In Aachen hatte ich schon ab der U11 viermal die Woche Training. Dann war das halt einfach zu viel. Trotzdem bin ich aber eigentlich auch ein Teamplayer. Ich finde,
beide Seiten haben Vor- und Nachteile. So ist das ja immer. Aber ich finde es cool im Team zu spielen.
Alex: Ich habe auch zwei Jahre Tennis gespielt. Dann hatte ich mal ein offizielles Spiel gegen den Top-Spieler aus meinem Jahrgang. Da
habe ich direkt 6:0 6:0 verloren. Ich hatte keine Chance. Da habe ich gesagt, ok, ich möchte nichts mehr im Einzelsport machen, ich
möchte jetzt im Team spielen. Aber jetzt spiele ich auch mal gerne Tennis, nicht oft, vielleicht drei oder viermal im Jahr. Mein Bruder ist Ex-Profispieler. Wenn wir uns treffen, spielen wir mal Tennis.
Tobi: Stimmt, ich habe auch mal sechs Monate im Verein Tennis gespielt. Da ist es auch so. Wenn ich mit Freunden spiele im Doppel oder auch Einzel macht das schon Spaß aber gegen Fremde spielen so als Einzelsport würde mir keinen Spaß machen.
Alex: Wo seht ihr euch in fünf Jahren, ok, nicht in fünf, besser in drei Jahren, also nach der A-Jugend?
Tobi: Top-Ziel wäre erste Mannschaft.
Niclas: Bei mir wäre das auch Ziel die erste Mannschaft.
Alex: Nicht wechseln?
Niclas und Tobi (eindeutiges Kopfschütteln): Nee, hierbleiben.
Alex: Ich habe noch zwei Jahre hier aber ich würde noch hierbleiben wollen. Es ist einfach für mich. Ich wohne hier in Düren und brauche nur acht Minuten mit dem Auto oder 15 Minuten mit dem Fahrrad. Ich habe euch jetzt auch als Trainer schon zwei Jahre und das macht sehr viel Spaß mit euch. Und auch die erste Mannschaft. Das ist hier ein richtiges Team, nicht wie in Freyaldenhoven. Das war kein richtiges Team irgendwie. Ich weiß es nicht, aber ich hoffe ich bleibe hier noch für die nächsten sieben oder acht Jahre. Wenn ich nicht mehr Fußballspielen kann, dann sag ich jetzt ist Ende.
Maurice: Das ist eine gute Frage, wo ich mich in drei Jahren sehe. Ich muss ehrlich sagen, früher hatte ich schon meine Pläne. Aber jetzt nach meiner Verletzung bin ich eher so drauf, dass ich sage, ich schau einfach mal, wie es kommt, oder wo mein Weg hingeht. Es kommt im Endeffekt immer wie es kommt. Ich bin der Meinung, man sollte immer sein Bestes geben. Ich fühle mich auf jeden Fall wohl hier, aber ich würde auch nicht ausschließen, dass es vielleicht in ein paar Jahren woanders hingeht. Man weiß nie, wie es im Leben kommt. Das kann ja auch ganz unterschiedliche Gründe haben. Das muss nicht unbedingt was mit dem Fußball zu tun haben. Es kann auch private Gründe haben, deshalb bin ich niemand, der sagt, in drei Jahren sehe ich mich genau da.
Tobi: Wo du eben sagtest, in Freyaldenhoven war nicht so ein guter Teamgeist. In Binsfeld haben wir auch alle zusammengespielt und jeder kannte sich vom Dorf. Der Teamgeist war super. Weil ich besser werden wollte, bin ich damals zu Playit gegangen und da war es halt auch so, dass es Leute gab, die genervt haben. Aber seit dem Playit zu Arnoldsweiler gewechselt ist und die anstrengenden Leute nach Düren gewechselt sind, ist wieder ein richtig guter Teamgeist entstanden. Es macht seit langem wieder richtig viel Spaß.
Niclas: Habt ihr eigentlich besondere Rituale vor dem Spiel?
Maurice: Ich habe eigentlich keine besonderen Rituale muss ich sagen. Was macht man vor dem Spiel? Da hat sich schon viel verändert seit meiner Verletzung. Vor meiner Verletzung war das ganze immer ein bisschen lockerer. Seit meiner Verletzung mache ich immer ein Aktivierungsprogramm vor dem Spiel. Das fängt eigentlich schon zu Hause an, dass ich mich nochmal kurz ausdehne. Ich versuch immer ein bisschen auf meinen Körper zu hören. Das kommt immer drauf an, was ich brauche und was ich fühle. Manchmal denke ich auch mein Körper braucht ein bisschen mehr Wärme und Entspannung, sowas in diese Richtung. Kurz vorm Spiel höre ich Musik. Ich versuche mich dann auf das Spiel zu konzentrieren. Ich bin auch so jemand, der sich verschiedene Spielsituationen vorstellt oder durch den Kopf gehen lässt.
Alex: Ich denke in die gleiche Richtung wie Maurice. Manchmal muss ich vor dem Spiel noch ein paar Übungen machen, also etwas für den Körper. Aber nicht zu schwer, eher mal dehnen. Dann ein paar Übungen für die Knie und den Rücken, damit alles frei ist. In der Kabine mach ich nichts. Ich habe dann auch keine Musik so stark und so viel vor dem Spiel. Da bekomm ich dann vielleicht Kopfschmerzen und kann mich nicht mehr konzentrieren. Das macht mich eher nervös. Ich laufe zweimal mit dem rechten Fuß auf den Platz, aber das wars.
Tobi: Ich bin immer relativ lange wach. Ich brauche auch grundsätzlich nicht so viel Schlaf. An einem Spieltag gehe ich immer früher ins Bett und sorge so für 10 Stunden Schlaf. Ich esse dann abends was Vernünftiges und nicht eine Pizza oder sowas. Dann stehe ich drei bis vier Stunden vor dem Spiel auf und esse meistens was Müsli. Dann setze ich mich bei uns zu Hause in unser Vorhäuschen und denke auch schon ans Spiel und Spielsituationen, die ich vielleicht beim letzten Spiel verkackt habe und die ich besser machen kann. Wir haben das ja jetzt auch mit der Box in der Kabine. Ich finde das gut, weil ich mich besser konzentrieren kann mit Musik. Ich lerne auch viel mit Musik.
Niclas: Bei mir ist das auch so, wie bei Tobi, dass ich mir verschiedene Spielsituationen durch den Kopf gehen lasse und überlege, was ich falsch gemacht habe und was ich im nächsten Spiel besser machen kann. Im Auto höre ich dann auch Musik oder unterhalte mich mit meinen Kollegen, die auch im Auto sitzen.
Alex: Ich habe noch eine Frage, die uns jetzt morgen in dem Spiel betrifft (1. FC Düren B Jugend gegen Viktoria Arnoldsweiler B Jugend, Spiel um Platz 1 der Meisterschaft). Wisst ihr was ein Derby ist?
Tobi: Ja, natürlich. Ein Derby sind zwei nahe beieinander liegende Mannschaften, die gegeneinander antreten. Meist haben die eine bestimmte Beziehung zueinander, wie zum Beispiel Gladbach gegen Köln oder Dortmund gegen Schalke. Man verbindet es auch schnell mit Hass. Ich würde das jetzt zwischen uns und Düren ähnlich sehen. Also ich mag Düren absolut nicht. Daher würde ich das als Derby sehen. Ja, wird kritisch morgen.
Alex: In erster Linie muss man ein Derby immer gewinnen. Also ich bitte euch wirklich zu gewinnen morgen.
Tobi: Ich glaube, wenn wir in einer guten Verfassung sind, können wir das schaffen.
Alex: Einfach Gas geben und nicht so viel denken. Kennt ihr die Spieler von der ersten Mannschaft?
Tobi: Ich kenne ein paar, ja.
Alex: Niclas, du hast jetzt auch ein paar Spiele von uns gesehen. Wer denkt ihr, ist der beste Spieler von uns?
Tobi: Ich achte immer auf den linken Flügel und da war einer mit dunklen Haaren, ich glaube die Nummer 20.
Alex und Maurice: Ja, das ist Sinan.
Tobi: Und dann noch ein Stürmer mit blonden Haaren.
Maurice: Ja, Dennis Dreyer
Tobi: Ja, der ist auch sehr gut.
Niclas: Ich finde auch den Stürmer Dennis Dreyer gut und den rechten Innenverteidiger.
Alex: Ich habe gedacht, ihr sagt, die Nummer 5 ist der Beste aber jetzt ist zu spät.
Tobi (schaut zwischenzeitlich im Handy nach): Nein, ich meine nicht Sinan, sondern Dominik. Den finde ich super. Ich hätte ja anfangs gerne die Frage gestellt Messi oder Ronaldo aber ihr habt beide gesagt, ihr findet Ronaldo gut, oder?
Maurice: Ja, ich finde Ronaldo absolut gut.
Alex: Ich bin schon pro-Ronaldo. Als Charakter vielleicht Ronaldo aber Fußballspieler, puhhhh. Es sind nicht die gleichen. Aber Messi ist schon stark.
Maurice: Also ich bin schon Pro-Ronaldo auf jeden Fall. Der Grund dafür ist, dass Ronaldo ein Leader-Typ ist. Natürlich ziehen beide, allein schon auf Grund ihrer fußballerischen Qualitäten, die Mannschaft mit. Das sind auch beides Spieler, die sich tatsächlich gut ergänzen würden, weil sie total unterschiedlich sind. Ronaldo ist halt eine körperliche Maschine, kopfballstark und trotzdem schnell, auch natürlich gut am Ball. Messi ist eher so ein wendiger Spieler. Die sind beide auf jeden Fall unglaublich. Aber trotzdem würde ich sagen, dass Ronaldo diese Leadership-Mentalität mehr verkörpert.
Tobi: Ich würde jetzt nicht sagen, dass es nur Ronaldo gibt. Ich finde Messi als Spielertyp auch mega. Aber ich finde auch, dass Ronaldo noch einen ticken mehr sympathischer ist. Ich mag es einfach lieber, Ronaldo beim spielen zuzusehen. Auch wenn der ein Tor schießt, freue ich mich immer für Ronaldo mit. Bei Messi habe ich das halt nicht.
Niclas: Bei mir ist es ja Messi. Ich finde eigentlich beide gleich gut aber wenn ich mich für einen entscheiden müsste, dann wäre es Messi.
Alex: Was ist denn eure Lieblingstrikotnummer?
Tobi: Meine Lieblingstrikotnummer ist die Nummer 11, weil ich Marco Reus sehr mag. Das war schon immer mein Idol. Ich war einmal im Stadion und hab fast geweint, trotz das ich 100 Meter entfernt war. Wenn ich die Nummer 11 habe, habe ich ein besseres Gefühl. Am nächsten dann natürlich die Nummer 7 wegen Ronaldo, aber die gönne ich Ali auch. Der mag Ronaldo auch deutlich mehr als ich noch.
Niclas: bei mir war es eigentlich immer die 10, da ich schon immer, auch in Birkesdorf die 10 gespielt habe.
Alex: Und jetzt hast du die 4
Niclas: ja 😊
Alex: Magst du die 4 nicht?
Niclas: doch, geht.
Alex: Es gab mal einen Spieler, der hat immer die Nummer 10 gespielt als Innenverteidiger. William Gallas, der hat in Arsenal gespielt.
Maurice: Von den Bambinis bis zur U10 hatte ich immer die Nummer 7. Dann bin ich ja nach Aachen gegangen und da hat das mit den Nummern aufgehört. Wir hatten immer nach Aufstellung feste Nummern. Welche Nummer ich gut finde ist die Nummer 10. Ist halt eine klassische Zehner-Nummer, entsprechend der Position. Die Nummer 17 finde ich auch cool, hatte ich auch eine Zeit lang. Das ist so die Verbindungsnummer 7+10. Jetzt habe ich die 23. Das hat auch einen kleinen Hintergrund. Michael Jordan sagt euch bestimmt etwas. Ich feier den ungemein. Der hat eine richtig coole Mentalität. Das war der Grund warum ich jetzt hier in der Mannschaft die 23 haben wollte.
Alex: Früher hatte ich immer die 6, so sieben bis acht Jahre. Und dann hatte ich auch mal die 23. Dann habe ich in Deutschland die Nummer 17 gespielt. Das war meine Lieblingsnummer. Und jetzt in Arnoldsweiler habe ich die Nummer 5. Ja, das ist nix. Aber für mich ist die Trikotnummer nur eine Nummer.
Tobi: Gibt es sonst noch einen anderen Sport, den ihr so guckt?
Maurice: Ich bin jetzt so kein Tennis-Fan aber ab und zu guck ich da schonmal rein. Jetzt zu Olympia zum Beispiel Dokovic gegen Zverev. Macht schon Spaß auch mal da zu zuschauen. Dann NBA guck ich ab und zu. Ich bin da jetzt auch nicht von irgendeiner Mannschaft Fan aber als Abwechslung zum Fußball macht das auch schonmal Spaß sich eine andere Sportart anzuschauen.
Alex: Bei mir ist es 90 Prozent nur Fußball. Und wenn ich mal keine Lust auf Fußball habe, dann ist es Tennis oder eben Netflix.
Tobi: Ich gucke sonntags immer Formel 1. Tennis ist nichts für mich und ein NBA Spiel habe ich noch nie geguckt. Vielleicht sollte ich das mal machen. Handball habe ich auch schon geschaut, EM oder WM war das, als Deutschland gespielt hat. Ansonsten schau ich nur Fußball. Auch ein Spiel nochmal, zum Beispiel Bayern gegen Bochum, nur um die sieben Tore nochmal zu sehen.
Niclas: Wie ist das so auf einem Internat?
Maurice: Es ist ungewohnt, ich war damals 17, das ist jetzt nicht so früh, das erste Mal von zu Hause wegzukommen. Im Internat war eigentlich eine coole Zeit. Ich habe dort viele neue Jungs kennen gelernt. Wie das immer im Leben so ist, mit manchen hat man noch Kontakt, mit vielen leider nicht mehr. Aber allgemein hatte das jeden Tag einen geregelten Ablauf. Morgens hatten wir immer vor der Schule Frühtraining um sieben Uhr. Da haben wir was im Bereich Athletik gemacht im Kraftraum. Nach dem Frühtraining hat dann der Unterricht begonnen. Das war dann nicht anders als in der normalen Schule auch. Wir hatten einige Fächer komprimierter, also weniger Stunden, damit wir das dann zeitlich besser mit dem Fußball geregelt bekommen haben. Zwischen Schule und Training hatten wir dann noch ca. zwei Stunden Zeit, wo wir uns dann um Hausaufgaben und andere Dinge kümmern konnten. Dann hatten wir Training und wurden immer von so kleinen Bussen abgeholt und zur Trainingsanlage gefahren. Zwischendurch konntest du dann in der Mensa essen. Das hat leider nicht so gut geschmeckt. Das war auch das erste, was ich bemängeln kann. Die Küche von Mutter hat mir auf jeden Fall gefehlt. Ja das war auch schon der grobe Ablauf. Wenn man dann am Wochenende nicht zu Hause ist, zwischen Kaiserslautern und Eschweiler liegen rund 300 Kilometer, hat man schon viel mit den Jungs im Internat unternommen. Wir sind dann auch mal raus gegangen oder Fußball zocken gegangen.
Tobi: Hattest du denn auch Spieler in der Mannschaft, die du nicht gemocht hast?
Maurice: Ich hatte da jetzt niemanden, den ich gehasst habe. Aber ich muss schon sagen, ich hatte einen Zimmerkollegen, der ist dann leider auch schon früher gegangen, dann hatte ich einen neuen. Das sind wirklich wie zwei Brüder für mich geworden. Dann hat man noch andere Jungs, mit denen man relativ viel macht und vieles unternimmt und dann gibt es Jungs, mit denen man nicht so viel macht. Aber man hängt schon sehr sehr viel aufeinander.
Tobi: Als ich damals zu Playit gekommen bin, waren mir bei dreimal die Woche Training schon einige Leute zu viel. Wenn ich mir vorstelle auf ein Internat zu kommen, da würde ich nicht lange durchhalten, glaube ich.
Frage der Redaktion: Wie schätzt ihr Eure Mannschaft in der Tabelle derzeit ein?
Alex: Im Moment ist es schwierig einzuschätzen. Ich denke, wir müssen die nächsten drei bis vier Spiele mal abwarten. Dann wird sich die Tabelle sortieren. Ich habe vor der Saison gesagt Top 5 und ich bleibe dabei. Ich denke mit der Mannschaft können wir das erreichen.
Maurice: Für mich ist es noch schwieriger, das einzuschätzen, da ich jetzt erst aus der Jugend im Seniorenbereich angekommen bin. Jetzt haben wir bereits einige Spiele durch und ich habe die Mannschaft kennengelernt. Was ich jetzt sagen kann, ich weiß das ist immer eine Fußball-Phrase, aber wir müssen jetzt von Spiel zu Spiel denken. Jeder der Gegner bisher war schlagbar. Auch der FC Düren wäre schlagbar gewesen, trotz das die als Favorit ins Spiel gegangen sind. Wir sollten alles dafür geben, jedes Spiel zu gewinnen, dann ist mit der Mannschaft, die wir jetzt haben, sehr sehr viel drin.
Alex: Wie schätzt ihr die nächsten sechs Monate in der Sonderliga ein?
Tobi: Ich glaube wir können es schaffen, mit unserer Mannschaft in die Bezirksliga zu kommen.
Alex: Ihr müsst erster von zehn werden. Wir spielen jetzt 18 mal. Hin- und Rückrunde.
Tobi: Ja stimmt, ausgeschlossen ist das nicht, dass wir das schaffen. Wir sind eine relativ starke Mannschaft.
Niclas: Ich denke auch. Ich weiß nicht, wer alles in unserer Gruppe ist, aber wenn wir so spielen, wie wir die letzten Spiele gespielt haben, müssten wir es eigentlich schaffen, Erster zu werden.

 

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Jugend traf Mittelrheinliga (2)

Arnoldsweiler, 22.09.2021 Einige Tage nach dem Spiel gegen Hürth trafen sich unsere Innenverteidiger der 1sten Onur Alagöz und Dennis Dahmen mit den Jugendspielern Manuel de Ram und Michael (Michi) Buchna, die in der aktuellen B-Jugend aktiv sind.

Dennis: Ich kam durch einen guten Kumpel hier hin, der den Vorstand kannte. Ich kam mit einer Verletzung hier hin und habe gefragt, ob ich mich hier fit halten könnte. Ich habe mich eigentlich sehr wohl hier gefühlt. Dann haben wir weitere Gespräche geführt und habe mich dazu entschieden, hier zu bleiben, weil es doch sehr familiär hier und das Team super ist.

Onur: Ich bin letztes Jahr im Sommer hergekommen. Bei mir war es so, ich war in Düren vorher und das hat mir dort gar nicht gepasst. Der Zusammenhalt und die Stimmung waren nicht so wie hier. Hier macht es einfach mehr Spaß und beim Fußball muss man auch Spaß haben. Ich komme hier freiwillig hin. Das ist nicht so, wie zur Schule gehen. Wir machen das alle freiwillig. Thomas hat mich damals angerufen und wir haben ein bisschen gequatscht. Ich war zwei, drei Wochen hier und wollte mir das angucken und dann hat mir das hier gefallen. Wie lange seid ihr denn schon hier in Arnoldsweiler?

Manuel: Seitdem sich die Play-it-Fußballschule aufgelöst hat. Da sind wir direkt hier rübergekommen.

Onur: Wie alt warst Du da?

Manuel: Das ist jetzt ein Jahr her, letzten Sommer.

Dennis: Also mit Onur zusammen.

Onur: Also auch ganz frisch, so wie ich.

Michael: Ich bin relativ neu. Drei Monate bin ich erst hier.

Onur: Ach, Du bist noch ganz neu? Von wo kommst Du?

Michael: Ich habe in Birkesdorf gespielt.

Onur: Und warum nach hier?

Michael: Im Sommer gab es hier ein Camp. Das hat mir sehr gut gefallen und dann bin ich nach hier.

Onur: Mit dem Alex als Trainer?

Michael: Ja, genau.

Dennis: Wie ist der so?

Michael: Ja gut 😊

Onur: Sicher?

Michael: Ja! Wie habt ihr denn überhaupt angefangen Fußball zu spielen und warum?

Dennis: Ich stand mit 1 ½ Jahren auf dem Fußballplatz mit einem Ball am Fuß. Ich habe seitdem eigentlich keine andere Sportart mehr gemacht. Seitdem spiele ich Fußball, sogar seit ich zwei bin schon im Verein und hab hin und wieder schon mal bei den Älteren mitgespielt.

Onur: Ich habe im Gegensatz zu Dir erst sehr spät angefangen. Mit sieben glaube ich.

Dennis: Das sieht man 😊

Onur: Ich habe vorher geboxt tatsächlich und ich habe mal bei irgendeinem Training ein paar Schläge zu viel bekommen. Dann wollte ich da nicht mehr hin und dann bin ich zum Fußball gekommen. Ich mache aber viele Sportarten gerne. Ich spiele auch gerne Basketball, mache immer noch gerne Kampfsport. Ich spiele auch gerne Badminton, also eigentlich alles gerne. Ich laufe nicht so gerne. Also nicht ohne Sinn.

Dennis: Warum spielt ihr denn Fußball?

Michael: Generell spiele ich, weil es mir Spaß macht und weil ich auch was erreichen möchte. Ich möchte natürlich noch besser werden und deshalb bin ich auch nach Arnoldsweiler gekommen.

Manuel: Bei mir genauso. Mir macht Fußball spaß und deshalb spiele ich. Das ist eigentlich der Hauptgrund.

Onur: Habt ihr auch was anderes gemacht?

Manuel: ich nicht

Michael: Ich auch nicht.

Dennis: Das ist auch das Wichtigste. Du darfst den Spaß nicht verlieren. Wenn du den Spaß verlierst, ist Fußball verloren.

Onur: Wenn du keinen Spaß mehr hast, dann musst du wechseln.

Manuel: Hattet ihr in der Kindheit irgendein Idol?

Dennis: Idol ist schwierig zu sagen. Ich bin sehr flexibel. Manchmal spiele ich Innenverteidiger, manchmal Außenverteidiger, manchmal werde ich auch auf der sechs eingesetzt. Wen ich als Vorbild sehe ist Raphael Varane, der jetzt zu Manchester United gewechselt ist. Der bringt eine gewisse Körperlichkeit mit, ist kopfballstark und sehr schnell. Zweikampfstark ist er auch. Auch wenn er mal eine schlechte Saison hat, wie bei Real Madrid, ist er trotzdem noch einer der besten Innenverteidiger der Welt.

Onur: Du solltest beantworten wer als Kind dein Idol war.

Dennis: Der war auch schon als kleines Kind mein Idol. Auch wenn man ihn nur durch den Wechsel nach Madrid oder Manchester kannte. Raphael Varane war für ich schon immer gesetzt eigentlich.

Onur: Ich bin ja ein bisschen was älter. Ich weiß nicht, ob ihr meine Idole noch so kennt. Also Zidane und die ganze Mannschaft um Zidane herum, mit Luis Figo und Beckham. Ronaldo und Ronaldinho. Habt ihr Ronaldinho noch gesehen?

Michael und Manuel: Nein

Onur: Das ist traurig. Ronaldinho war schon super. Messi natürlich auch.

Dennis: Jetzt oder was?

Onur: Ja, Idol ist das falsche Wort. Aber ich feier schon Ronaldo, weil er seit 15 Jahren einfach am Limit spielt, immer noch der Beste ist und das schafft nicht jeder.

Dennis: Und eure Idole jetzt zurzeit?

Manuel: Auf meiner Position habe ich jetzt nicht wirklich ein Idol, aber ich finde Kimmich sehr gut.

Dennis: Bist du auf der sechs unterwegs?

Manuel: Nein, ich bin rechter Außenverteidiger, manchmal auch Innenverteidigung. Aber ich bin schon Kimmich-Fan. Und generell viele Spieler von Bayern. Thomas Müller und Kimmich, die zwei hauptsächlich.

Michael: Auf meiner Position habe ich auch eigentlich gar kein Idol. Also generell ist es Messi.

Dennis: Auf welcher Position bist du unterwegs?

Michael: Sechser.

Dennis: Was ist mit Toni Kroos oder so? Ballsicherheit und Passspiel?

Michael: Ja schon, wegen der Ballsicherheit.

Onur: Ein bisschen langweilig spielt der.

Dennis: Ja schon, aber er ist trotzdem einer der Besten.

Onur: Er hat sich schon mit Messi den Besten ausgesucht. Da bleibt nicht mehr viel übrig.

Michael: Was ist denn euer Lieblingsverein?

Dennis: Schwierig bei mir. Ich bin so ein bisschen in der Familie gespalten worden. Die eine Hälfte geht so ein bisschen Richtung Niederrhein nach Gladbach. Die andere Hälfte in Richtung der anderen Rheinseite zum 1. FC Köln. Ist ein bisschen schwierig. Ich bin in beiden Stadien sehr gerne, aber ich würde durch mein zu Hause eher sagen, ich bin eher auf der Kölner Seite, als auf der Gladbacher Seite.

Onur: Bayern! Schon immer wegen meinem Papa. Dann noch Real Madrid. Man kann eben nur Madrid-Fan sein oder Barcelona-Fan. Man kann nicht beides sein. Das geht nicht. Und aus der Türkei Fenerbahce, wenn euch das was sagt, wo der Özil jetzt hin gewechselt ist. Und bei euch?

Manuel: Bayern! Nur Bayern.

Michael: Bei mir ist es Köln.

Manuel: Hattet ihr in der Schule irgendein Lieblingsfach?

Dennis: In der Grundschule gar keins und später Mathe und BWL/Rechnungswesen.

Onur: Biologie, weil ich das ganz interessant finde so mit Tieren und Menschen. Ich bin ja schon ein paar Jahre älter, habe 2013 mein Abitur gemacht. Boah, ich bin schon alt geworden jetzt, die Zeit vergeht schnell. Habt ihr Lieblingsfächer? Außer Sport?

Manuel: Schwierig (lange Pause) 😊. Mathe bin ich jetzt nicht so schlecht aber es gibt kein Fach was ich jetzt so gerne mache. Eigentlich nur Sport.

Michael: Bei mir auch. Ich mag eigentlich nur Sport.

Onur: Da seid ihr wahrscheinlich auch mit die Besten oder?

Manuel: Ja.

Dennis: Seid ihr denn gut in der Schule?

Manuel: Also, nicht schlecht, normal halt.

Onur: Wie war denn das Zeugnis?

Dennis: Wahrscheinlich 1,8 oder sowas.

Manuel: Nein, 2,5

Dennis: Ist ja schon im besseren Drittel und bei dir?

Michael: 2,3

Dennis: Im vordersten Drittel. Dagegen kann ich schonmal nichts sagen.

Michael: Was ist denn so das schlimmste Gefühl in einem Fußballspiel?

Dennis: Für mich als Verteidiger ist es, wenn ich ein Eigentor mache. Das ist das schlimmste Gefühl auf dem Platz, was es gibt. Je nachdem wie der Spielstand dann auch gerade ist. Du kommst aus der Situation auch einfach nicht mehr raus. Auf dich gucken dann die Leute und dann stehst du da in dieser Situation und willst eigentlich nur noch duschen gehen oder nach Hause fahren oder möchtest einfach nur noch im Boden versinken, dass dich keiner mehr beachtet. Du bleibst halt einfach in dem Moment im Fokus. Das ist das Schlimmste was es gibt.

Onur: Das Schlimmste für mich ist, wenn ich das Spiel nicht mit beeinflussen kann. In Spielen zum Beispiel, wenn ein Gegentor passiert, wo ich überhaupt nicht eingreifen konnte. Wenn es an mir liegt, auch wenn ich es schuld bin, finde ich nicht so schlimm, weil jeder mal Fehler macht.

Dennis: Jeder darf auch Fehler machen.

Onur: Genau, das gehört außerdem dazu. Aber wenn ich das nicht beeinflussen kann, wenn ich z.B. auf der Bank sitze. Das finde ich am Schlimmsten.

Dennis: Hattet ihr denn schonmal so ein Gefühl, wo ihr gesagt habe, jetzt möchte ich aber bitte runter vom Platz?

Michael: Bei mir ist es generell so, wenn ich nicht gut spiele. Dann macht mir das auch überhaupt keinen Spaß. Wenn ich nicht gut spiele, dann bringt das auch nichts für die Mannschaft.

Onur: Warum spielst du denn nicht gut?

Michael: Wenn ich vielleicht einen schlechten Tag habe.

Onur: Aber du kannst das ja noch während dem Spiel ändern. Du darfst dann nicht den Kopf hängen lassen.

Michael: Ja bei schlechten Momenten halt.

Dennis: Was würdest du denn nach so schlechten Momenten machen? Wenn du z.B. 5 oder 6 schlechte Pässe gespielt hast?

Michael: Dann sag ich zu mir, dass ich den nächsten Pass besser spielen werde. Ich rede zu mir selber und gebe mir selber Mut.

Dennis: Dann probiere einfachere Pässe zu spielen. Das gibt dir wieder Sicherheit und Selbstvertrauen, um dann wieder Risikopässe am Ende zu spielen.

Onur: Einfach Gas geben! Wenn man Gas gibt, dann spielt man immer gut. Dann hast du vielleicht ein paar Fehlpässe aber dafür 10 Zweikämpfe gewonnen.

Dennis: Am Ende musst du sagen können, ich habe alles gegeben. Und nach dem Spiel bin ich so platt, dass ich nichts anderes mehr machen kann.

Manuel: Ich hatte noch nicht wirklich einen Moment, wo ich vom Platz wollte. Aber es gab schon Momente, wo man nicht wirklich gut gespielt hat. Aber dann hat sich das auch schnell wieder erledigt, wenn man wieder mehr Selbstbewusstsein bekommen hat durch ein paar gute Aktionen.

Onur: Seid ihr so die Meckerer?

Manuel: Nein eigentlich nicht.

Onur: Wer ist bei euch so der Meckerer?

Manuel: Also ich würde sagen, Luca Nußbaum, unser Torwart. Das ist der, der am meisten über den Platz brüllt.

Dennis: Also ein Onur 2.0

Onur: Ja, also das gehört dazu. Wichtig ist, was auf dem Platz passiert, bleibt auch auf dem Platz. Jetzt sind wir schon was älter. Da passieren auch schon mal schlimmere Sachen, wie Beleidigungen oder auch ein Extratritt, wenn der Schiri mal nicht hinguckt. Aber hey, nach dem Spiel muss wieder alles gut sein. Vor allem nicht böse werden, dann werdet ihr schlechter.

Manuel: Hattet ihr einen Trainer, der euch am meisten weitergebracht oder weitergeholfen hat?

Onur: Nein, ich habe ein gewisses Alter und habe auch schon etwas höher gespielt. Der Thomas ist ein guter Trainer aber der kann mich jetzt nicht drei oder vier Steps weiter nach oben bringen. Dafür macht der aber meinen Kopf frei und es macht mir Spaß. Ich hatte ein paar sehr gute und ein paar schlechte Trainer. Als Trainer ist es auch schwierig. Du hast 20 Jungs oder Mädels da und jeder ist anders. Du musst mit jedem anders umgehen. Gleichzeitig willst du aber alle voran bekommen. Dann willst du natürlich gewinnen, das ist für die Mannschaft wichtig. Dafür musst du welche auf die Bank setzen, mit denen musst du reden, oder auch nicht reden. Es ist schwierig. Aber nein, keinen der mir speziell jetzt in den Kopf kommt.

Dennis: In meiner U16-Zeit. Da hatte ich einen Trainer, der hatte Zweitligaerfahrung bei Kiel und Ingolstadt. Der hat mir das Selbstvertrauen gegeben und total auf mich gesetzt. Dadurch wurde aus mir ein ganz anderer Mensch auf dem Platz, als auch neben dem Platz. Ich war immer so ein schüchterner Mensch, hab mich nie richtig geöffnet. Das war für mich der beste Trainer, da er aus mir einen ganz anderen Menschen gemacht hat, fußballerisch, wie auch menschlich. Der war einfach überragend.

Onur: Wie hieß der?

Dennis: Manuel Hartmann

Onur: Kenn ich gar nicht. Bei Fortuna?

Dennis: Nein, beim 1. FC Köln

Onur: Und ihr? Bisher hattet ihr wahrscheinlich noch nicht so viele Trainer.

Manuel: Richi Nussbaum, der war in der Fußballschule mein Trainer. Der war schon ein sehr wichtiger Trainer, weil ich anfangs, als ich zu Play it gegangen bin, einer der schlechtesten war. Der hat dafür gesorgt, dass ich relativ schnell Anschluss hatte und ein Teil der Mannschaft und vor allem auch auf dem Niveau von der Mannschaft war. Ebenso auch Philipp Sattler und Alex Daescu, da ich seitdem den größten Leistungsschub hatte.

Onur: Spielt ihr schon auf großem Feld?

Michael: Ja, seit zwei Jahren. Bei mir ist es Alex, weil ich schon jetzt den Unterschied zwischen Birkesdorf und Arnoldsweiler spüre. In Birkesdorf hatten wir auch nicht so viele Trainer. Aber hier in Arnoldsweiler merk ich jetzt schon, dass ich viel besser geworden bin.

Dennis: Wie seht ihr Alex als Trainer? Eher so als Diktator oder als Teil der Mannschaft? Nimmt der euch auch schon mal raus und macht mit euch Einzelgespräche und Feedback?

Manuel: Eher das zweite. Er redet viel mit einzelnen Spielern und gibt einem gute Tipps.

Dennis: Also eher ein cooler Trainer, der euch sozusagen anpasst.

Manuel: Ja, genau.

Onur: Der kann aber auch mal laut, oder?

Michael: Ja, kann der schon.

Onur: Der hat auch schon hoch gespielt in der Jugend, auch in Rumänien. Als Spieler merkt man einfach, wenn der Trainer selber gespielt hat. Man nimmt den viel ernster, wenn er selber auch schon was geleistet hat. Schau Dennis, du hast eben auch direkt erwähnt, dass dein Trainer zweite Bundesliga gespielt hat. Das nimmt man schon dann anders wahr. Wenn der selbst was geleistet hat, kann man meistens, nicht immer, aber meistens viel besser folgen.

Michael: Habt ihr denn schonmal einen berühmten Fußballspieler gesehen oder ein Foto mit denen gemacht?

Onur: Ich weiß ja nicht was ihr berühmt findet.

Michael: Erste Bundesliga

Onur: Ich habe gegen ein paar schon gespielt. Emre Can zum Beispiel, Serge Gnabry, Sascha Mölders, von dem habt ihr bestimmt schon gehört. Ab und zu taucht der im Fernseher auf als Fußballexperte. Marvin Duksch noch. Da sind viele, die so alt sind wie ich. Halt in der Jugend.

Dennis: Bei mir so gut wie gar nicht. Die, die bei mir aus dem Jahrgang kommen, wie Jan Thielmann oder Tim Lemperle, die jetzt in der ersten Bundesliga auftreten, mit denen habe ich vorher zusammengespielt. Das waren halt meine Mannschaftskameraden. Gut da kann man sagen, du kennst die, mit denen bist du gut klargekommen aber Bilder eher nicht.

Onur: Nein, Bilder gar nicht. Man kommt auch dann nicht auf die Idee, komm lass mal ein Bild machen. Auf dem Spielfeld ist man in einem ganz anderen Modus. Außer jetzt wie bei so einem Spiel Bayern gegen Düren. Wo man sowieso weiß, dass man da verliert. Außer der Trainer von Düren, der hat gedacht, er könne gewinnen. Jedenfalls da macht man sowas. Aber ansonsten macht man sowas auf dem Spielfeld nicht. Wir spielen eh gegeneinander auf Augenhöhe.

Manuel: Ich habe mal in Bayern ein Training geschaut. Da habe ich dann von Kimmich und Douglas Costa ein Autogramm bekommen.

Onur: An der Säbener Straße?

Manuel: Ja genau

Michael: Ich habe noch keinen Spieler getroffen oder ein Bild gemacht.

Onur: Warst du denn schon mal im Stadion?

Michael: Ja ich war schonmal beim FC im Stadion.

Onur: Ist schon anders, wenn man die im Stadion sieht. Das ist alles viel schneller und viel besser, als wenn man vor dem Fernseher sitzt und meckert. Aber das können wir alle. Vor dem Fernseher sitzen und meckern. Am besten ist, wenn wir unsere eigenen Spiele mal im Fernseher angucken und dann meckern wir auch alle nicht mehr. Beim Fußballspiel sind alle Zuschauer Trainer.

Manuel: Habt ihr noch Pläne für die Zukunft?

Dennis: Der Plan ist halt Bundesligaspieler zu werden. Vor allem, weil ich noch recht jung bin mit meinen 18 Jahren habe ich noch sehr viel vor mir. Das ist mein erstes Seniorenjahr. Vielleicht auch das Ziel ins Ausland zu gehen, dort den ersten Schritt zu machen und von da aus in die Bundesliga zu kommen. Oder zweite Bundesliga ist auch schon gut. Spanien zweite Liga wäre auch nicht verkehrt, da hast du es direkt schön warm.

Onur: Man kann immer Gas geben. Was daraus wird, weiß man nie. Aber du bist auf jeden Fall schonmal eine Liga höher, als ich angefangen habe. Ich war in der Landesliga im ersten Seniorenjahr. Dann ging es in die Regionalliga hoch und dann ins Ausland.

Dennis: Mein letztes A-Jugendjahr hat nicht stattgefunden und Fortuna Köln hat mir angeboten, dieses A-Jugendjahr in der Regionalligamannschaft der Senioren zu machen. Das hat mir gezeigt, du kommst ran und jetzt willst du das auch verwirklichen. Leider hat es dann durch die Verletzung nicht gereicht. Dann muss man auch mal einen Schritt zurück machen, um wieder zwei Schritte nach vorne zu machen.

Onur: Ich würde gerne mit Arnoldsweiler dieses Jahr unter die ersten drei kommen. Mal schauen was passiert. Das sollte möglich sein. Ich bin schon länger in der Liga und kann die Liga ganz gut einschätzen. Wir haben auf jeden Fall schon eine gute Mannschaft und gerade in der Breite, was sehr wichtig ist und viele nicht verstehen. Das auch die Leute, die vielleicht nicht von Anfang an spielen, auch sehr wichtig sind, damit man am Ende der Saison Erfolg hat. Vielleicht machen wir ja dieses Jahr was verrücktes.

Dennis: Da wäre ich sofort mit dabei.

Onur: Da kommt natürlich immer ganz viel zusammen. Fußball ist auch immer ein bisschen Glückssache. Aber das, was man beeinflussen kann, da sollte man natürlich Gas geben.

Dennis: Habt ihr auch Ziele oder ist Fußball eher Hobby?

Manuel: Mein Ziel ist 1. Mannschaft Arnoldsweiler irgendwann.

Onur: Sehr gut, du lebst für den Verein.

Michael: Ich möchte besser werden und möchte viel dazu lernen, vielleicht auch als Profi spielen, auf jeden Fall höher spielen.

Dennis: Und dann 1. FC Köln?

Onur: Oder Real Madrid?

Michael: Lieber Köln.

Dennis: Das war jetzt die richtige Entscheidung auf jeden Fall.

Onur: Lukas Podolski sitzt mit uns am Tisch 😊

Michael: Was war denn euer persönlich bestes Spiel?

Onur: Das ist schwierig.

Dennis: Da würde ich sagen 2019 im Sommer. Da haben wir um die Deutsche Meisterschaft gespielt gegen Bayern München im Franz-Kremer-Stadion. Da fand ich schon, dass ich sehr stark gespielt habe. Wir haben dann hinten zum Glück auch zu null gespielt. Aber ich fand, dass das ein bärenstarkes Spiel von mir war.

Onur: Wie habt ihr gewonnen?

Dennis: 4:0

Onur: Wir haben auch gegen Bayern gespielt, gegen die zweite Mannschaft in der Regionalliga. Da haben wir das erste Mal in der Vereinsgeschichte meines alten Vereins gegen Bayern gewonnen. Da hat auch Alphonso gespielt

Dennis: Also Alphonso Davies

Onur: Ja genau, also seht ihr das geht ganz schnell. Der ist sofort drei Ligen hoch und in die Champions League. Aber das kann auch genau so schnell wieder abwärts gehen. Da muss man aufpassen. Deswegen macht eure Schule fertig. Dann habt ihr alle Freiheiten und könnt immer alles machen was ihr wollt.

Dennis: Genau. Einfach die Schule fertig machen und dann eure Träume verwirklichen, die ihr habt.

Manuel: Habt ihr irgendeinen in der Mannschaft, der für Stimmung sorgt?

Onur: Mehrere würde ich sagen. Ich auch.

Dennis: Dominik Behr auf jeden Fall.

Onur: Dominik auf jeden Fall. Ich tanze sehr gerne. Ob das jetzt vor dem Spiel ist, oder beim Training ist. Auch auf dem Platz ein bisschen. Ich mag das nicht, wenn man vor dem Spiel so verkrampft. Die meisten sind dann auch die ersten 10 Minuten auf dem Platz so verkrampft. Ich brauch halt diese Lockerheit. Wenn einer seine Ruhe haben will, der soll halt seine Ruhe haben, aber ich muss ein bisschen tanzen. Tim ist immer so ein Leiseunterhalter mit seinen drei-vier Leuten.

Dennis: Ja stimmt, der hat immer so seine drei oder vier Kollegen, mit denen er in der Kabine ein bisschen Faxen macht. Wir sind alle ganz lustig.

Onur: Wäre aber auch schlimm, wenn wir 10 Clowns hätten. Und ihr? Seid ihr Clowns?

Michael: Nee, wir nicht. Was war denn so eure schlimmste Verletzung?

Dennis: Im Spiel habe ich mir noch keine Verletzung zugezogen. Das war meistens im Training. Da bin ich im Rasen hängen geblieben und hab mir das Syndesmoseband angerissen. Oder Bänderriss. Eigentlich Sachen, die recht schnell wieder heilen. Ich hatte bisher noch sehr viel Glück.

Onur: Ich habe mir mal selber den Schienbeinkopf kaputt gemacht. Wir haben ein Turnier gewonnen, VW Cup heißt das. Im Stadion von Wolfsburg haben wir das Finale gespielt. Dann ist der Philipp Simon zur Eckfahne gelaufen, ich bin hinterher und wollte auf den draufspringen und er hat eine Kurve gemacht und ich bin auf den Boden gesprungen. Und dann habe ich mir hier so einen Riss im Knochen geholt. Aber im Spiel selbst nicht. So Bänderverletzungen ja, aber nichts Schlimmes. Wart ihr schon verletzt?

Manuel: Nein nicht im Spiel. In meiner Freizeit habe ich mir die Hand gebrochen.

Michael: Im Spiel nicht, nur in der Freizeit. Da habe ich immer Pech.

Manuel: Habt ihr irgendwelche Rituale vor dem Spiel?

Onur: Ich muss immer alles mit rechts zuerst machen. Das geht gar nicht anders. Ich muss immer meinen rechten Schuh zuerst binden, meinen rechten Schienbeinschoner zuerst. Zum Beispiel auch, wenn wir Übungen machen beim Aufwärmen, dann muss ich immer alles mit rechts machen. Wenn der Trainer sagt, wir beginnen mit dem linken Bein, fange ich trotzdem mit rechts an.

Dennis: Stehst du auch mit rechts zuerst auf oder was?

Onur: Nein beim Aufstehen achte ich darauf nicht.

Dennis: Ich bin immer viel früher da als alle anderen. Meistens bin ich bereits 30 Minuten vor Treffpunkt auf dem Sportplatz. Ich mache dann Kopfhörer auf die Ohren und gehe immer über die Stellen, auf denen ich später unterwegs bin. Ich stelle mir dann schonmal so ein paar Situationen vor, die später passieren können. Dazu dann Motivationsmusik oder Musik, bei der man ein bisschen runterkommen kann oder entspannen kann. Ich gehe dann meist auf die linke Seite und guck mir den Platz an.

Onur: Habt ihr auch schon Rituale

Michael: Nein noch nicht.

Onur: Das entwickelt sich mit der Zeit. Wenn ihr mal ein gutes Spiel gemacht habt und hattet das Gefühl, ihr hättet was bestimmtes vorher gemacht und beim nächsten Mal klappt das wieder, dann ist so ein Ritual schnell entwickelt.

Michael: Die wichtigste Frage, die sich jeder stellt: Messi oder Ronaldo?

Dennis: Auf dem Platz Messi, neben dem Platz Ronaldo. Auf dem Platz ist Messi für mich einfach der beste Spieler, den es gibt und neben dem Platz ist es Ronaldo, weil er einfach den Fußball lebt und dafür arbeitet. Er isst gesund, er arbeitet jeden Tag für seinen Körper, dass er immer noch mit 37 in der Premier League spielen kann. Für mich neben dem Platz ganz klar Ronaldo und auf dem Platz Messi.

Onur: In eurem Alter war das noch einfach, da habe ich einfach einen Namen gesagt aber jetzt vergleichst du das ein bisschen anders. Also beide sind das Non plus Ultra, da kommt ja keiner dran. Ich war da durch Real Madrid immer ein bisschen auf Ronaldos Seite. Aber das heißt nicht, dass Ronaldo immer besser ist als Messi. Die sind einfach beide super und Messi ist einfach ein ganz anderer Fußballspieler als alle anderen, kann man aber auch schwer vergleichen. Der hat da mal mehr Tore geschossen, der andere da mal. Aber insgesamt haben sie tausende Tore geschossen. Also ich bin ein bisschen mehr auf Ronaldos Seite.

Dennis: Und ihr so?

Michael: Eher Messi, aber beide sind halt die Besten auf der Welt.

Onur: und die Neuen? Wer gefällt dir von den Neuen am meisten? Wer wird der nächste Weltfußballer?

Manuel: Ich glaube so wie Ronaldo oder Messi wird so schnell nicht nochmal jemand. Und der nächste wirklich richtig gute glaube ich wird Kylian Mbappé.

Michael: Ja, sehe ich auch so.

Onur: Warten wir mal ab.

Dennis: Oder Haaland.

Onur: Die sind beide super. Und beide noch jung.

Manuel: Was haltet ihr von der aktuellen Nationalmannschaft?

Onur: Ich finde die Spieler alle super. Ich habe auch gesagt, die gewinnen die EM, aber da lag ich ein bisschen falsch. Von den Spielern her kann man gar nix sagen. Da sind Spieler bei, die spielen in den besten Vereinen der Welt. Es läuft irgendwie noch nicht richtig. Nach der WM ist es irgendwie ein bisschen runtergegangen und ich weiß nicht woran es liegt. Hansi Flick bringt jetzt mal neuen Input. Vielleicht bringt es ja was.

Dennis: Ich würde sagen, es liegt nicht an den Spielern, sondern eher am Trainer, der vielleicht jetzt, wie Hansi Flick, wieder richtigen Input gegeben hat. Die haben wieder richtig Lust auf kicken, bzw. für die Nationalmannschaft zu spielen. Die wollen wieder das Land präsentieren. Ich hatte immer das Gefühl, die dachten sich, wir spielen für Deutschland ja, aber wir sind Weltmeister geworden und waren in der Nationalmannschaft und gut ist und haben sich ein bisschen auf dem Erfolg ausgeruht. Aber das Gefühl habe ich jetzt gar nicht mehr. Jetzt kann mal wieder mitfiebern und nächstes Jahr die WM holen.

Onur: Das wäre schon krass.

Dennis: Das Potential dazu hätten sie.

Onur: Dein Lieblingsspieler war Kimmich und Müller und deiner?

Michael: In der Nationalmannschaft habe ich jetzt keinen speziellen.

Onur: Na dann müssen wir noch was Besseres finden als Müller oder Kimmich.

Michael: Ich mag die schon aber ich finde jetzt keinen so richtig gut. Wo habt ihr denn vor Arnoldsweiler überall gespielt?

Dennis: Ich habe mit zwei in Rot-Weiß-Lamersdorf angefangen, drei Jahre lang. Dann bin ich mit fünf zu Jugendsport Wenau gewechselt. Mit 13 bin ich dann zum FC Köln gegangen. Danach nach Fortuna Köln und jetzt Viktoria Arnoldsweiler.

Onur: Herzlich Willkommen 😊

Dennis: Danke! Und das war auch mein Ziel vor der Saison, dass wir die größeren Gegner, wie Düren, Hennef, Siegburg, Bergisch Gladbach ärgern. Punkte klauen und eventuell auch den Aufstieg versauen.

Onur: Oder selber aufsteigen.

Dennis: Oder selber aufsteigen, genau. Möglich ist immer noch alles.

Onur: Ja, das stimmt. Das erfahren wir am Ende der Saison. Ich habe gespielt bei Walheim, die gibt es leider nicht mehr. Dann habe ich bei Alemannia Aachen gespielt. Dann bin ich zu Rott gewechselt, weil es mir keinen Spaß mehr gemacht hat tatsächlich. Ich bin sogar in der Saison gewechselt, dann musste ich drei Monate warten wegen der Sperre. Dann bin ich nach Aachen zurück. Von da aus bin ich nach Schalding, nach Bayern gegangen, an die Grenze von Österreich und Tschechien, also in die Regionalliga Bayern. Da hatte ich auch dann meine beste Zeit. Auf einmal spielst du dann gegen so Mannschaften wie Bayern 2, Fürth2, Nürnberg2 und jedes Spiel war wichtig für mich.

Dennis: Wie alt warst du?

Onur: Da war ich 21. Alleine nach Bayern war auch komisch. Vorher habe ich mit meiner damaligen Freundin zusammengewohnt und meine Familie ist hier. Das ging damals sehr schnell, ein-zwei Tage, da war ich schon weg. Das war für mich selber komisch. Keine Freunde, keine Familie, kein Mensch da. Und da unten sprechen sie auch eine ganz komische Sprache, da muss man sich auch dran gewöhnen. Nach Schalding bin ich dann nach einem Jahr in die Türkei gezogen. Der Name sagt euch wahrscheinlich nichts, aber nachdem ich da weg bin, sind die tatsächlich zweimal aufgestiegen und spielen jetzt in der ersten Liga. Das war auch cool in der Türkei. In Bayern fährt man meistens mit den Bussen mit dem Mannschaftsbus zu den Auswärtsspielen, weil da alles so groß ist. Da muss man vier Stunden nach da ins Stadion und drei Stunden in die andere Richtung fahren. Und in der Türkei bin ich dann geflogen zu den Auswärtsspielen. Da dachte ich so, ok jetzt hast du es geschafft. Als ich das erste Mal geflogen bin zum ersten Auswärtsspiel und im Hotel eingecheckt, da dachte ich so, ok, das ist schon cool. Da habe ich auch nur Fußball gespielt. Da war man dann Profi.

Michael: Hast du dann auch in der Türkei gewohnt?

Onur: Ja, ich habe dann in Istanbul gewohnt. Der Verein hatte so ein Gelände wie hier, ein bisschen größer. Dann haben die so ein großes Haus, bzw. zwei. Eins für die Jugendspieler und eins für die Erwachsenen, also die erste Mannschaft. Und dann hast du quasi dein Zimmer da. Dann stehst du morgens auf, bekommst dein Essen, dann gehst du zum Training und zum Mittagsessen. Du brauchst dich um nichts kümmern. Trainingsgelände und Fitnessstudio waren direkt da. Das war ein bisschen Luxus aber auch ein bisschen komisch. Ich kannte das nur mit viel Freiheit. Ich konnte immer raus gehen wann ich will und alles machen. Und da war das anders. Da musstest du um zehn Uhr wieder da sein und ich dachte „Hallo, ich bin 23, ich kann selber entscheiden wann ich zu Hause bin“. Da war das auch so, wenn der Kapitän was sagte, dann war das Gesetz. Wenn der sagte, um zehn Uhr Licht aus, dann war das so. Also man muss sich nicht immer was sagen lassen, wenn man jünger ist, aber so eine kleine Hierarchie ist schon gut.

Dennis: Die Kleinsten müssen immer leiden.

Onur: Das war auch schon komisch, ganz alleine in einem anderen Land. Ich konnte ja gottseidank die Sprache. Aber ansonsten war es schon ganz anders. Du hast halt keinen Freund, keine Mama oder Papa, dem du alles erzählen kannst. Du musst mit allem selber klarkommen. Aber das war schon gut so. Also wenn ihr mal irgendwann die Gelegenheit habt. Nicht nur Fußball, sondern generell ein Auslandssemester oder ähnliches, dann macht das. Das ist wirklich gut. Man lernt viel über sich selbst, man wird selbstständiger.

Dennis: Selbst, wenn man innerhalb Deutschlands mal weiter weg geht, ist das sicherlich gut. Dadurch wird man immer eigenständiger. Das finde ich auch ganz gut.

Manuel: Wenn ihr eure Karriere beendet, wollt ihr die dann hier in Arnoldsweiler beenden, eventuell zurückkommen und hier beenden?

Onur: Das weiß ich noch nicht. Auch wenn ich schon sehr alt bin, ich habe eigentlich vor, noch sehr lange Fußball zu spielen. Ich lege mich ungern immer fest. Ich gucke mal, wie ich Lust habe und wie es mir passt. Mal sehen, was wir in den nächsten ein oder zwei Jahren hier noch erreichen. Vielleicht bleibe ich noch fünf Jahr hier. Kann auch sein, dass ich woanders hinziehe. Nicht nur wegen Fußball, sondern einfach so. Ich weiß es ehrlich nicht. Dafür bin ich zu kurz hier.

Dennis: Ich bin eigentlich nur kurz übergangsweise hier. Ich habe aber direkt gesagt, durch diese Corona-Pandemie bin ich froh, dass dieser Verein mich auch aufgenommen hat und das ich hier sozusagen wieder spielen und Spaß am Fußball haben darf. Ich werde sicherlich nicht jetzt mein Karriereende hier machen, aber vielleicht das ich zurückkomme, egal ob es als Trainer oder als Physio ist. Ich werde nochmal zurückkommen und mich dafür bedanken.

Onur: Ist ja auch eine sehr gute Adresse hier, darf man nicht vergessen. Ist zwar ein Dorfverein aber ein sehr guter Dorfverein.

Michael: Hat euch denn die Coronazeit ein bisschen runtergezogen, oder wie war Corona bei euch?

Dennis: Für mich war es ganz schlimm, weil meine letzten zwei Jugendjahre durch Corona verloren gegangen sind. Wir haben, wenn es hochkommt, in den letzten zwei Jahren acht Spiele gespielt. Davor die Jahre waren es 40 Spiele in der Saison und du freust dich jede Woche auf dem Platz zu stehen. Dann kam Corona und wir durften nur mit vier bis fünf Leuten trainieren, keinen Körperkontakt haben. Das waren so Momente wo dir bewusst wurde, das kann dir echt jetzt die Karriere versauen, wo du aber gar nicht drüber nachdenken darfst. Das Training, was du während Corona machst, bringt dir vielleicht mehr, als wenn es gar nicht da gewesen wäre. Wir hatten dann manchmal nur dreimal die Woche Training und viel frei, wo du dann für dich selber was machen konntest. Es war ein bisschen komisch, weil Corona den Fußball gestoppt hat und unser Hobby dadurch kaputt geht. Mir hat es jetzt soweit geholfen, dass ich festgestellt habe, dass ich den nächsten Schritt im Fußball machen kann und es wirklich erreichen möchte, auch wenn mir zwei Jahre geklaut wurde, möchte ich zeigen, dass ich es trotzdem will. Das wird mich nicht davon abhalten, meinen Traum zu verwirklichen.

Onur: Ich hatte das erste Mal seit 16 Jahren trainingsfrei. War nicht so schlecht. Irgendwann fehlt dir einfach dieses Spiel, weil es auch Spaß macht und ist total ungewohnt, wenn du wirklich seit 16 Jahren jedes Wochenende ein Spiel hattest oder Training oder Vorbereitung oder irgendwas. Und jetzt hast du gar nix. Du sitzt zu Hause. Am Anfang warst du noch motiviert, da habe ich auch noch was getan, aber dann war ich auch mal froh, zwei oder drei Monate ganz entspannt mich auf andere Sachen zu konzentrieren. Man muss halt immer alles so nehmen, wie es kommt. Wir konnten es eh nicht ändern, mussten alle zu Hause bleiben, also macht man das Beste draus. Also bei mir war es nicht so schlimm, aber die letzten Jugendjahre, überhaupt die Jugendjahre, ich sage euch genießt das. Ihr seid alle gleich alt, ihr versteht euch. Wenn du in den Senioren bist, ist das anders. Der eine hat eine Familie, der andere muss studieren. Das verläuft sich alles. Da hat man mal ein paar Jungs, mit denen du dich besser verstehst, mit den anderen spielst du nur Fußball. Bringt nichts in der Vergangenheit zu wühlen.

Dennis: Ich schau eh nicht mehr zurück. Meine Blicke gehen nur nach vorne.

Manuel: Hattet ihr vielleicht mal so Momente, wo ihr dachtet, dass ihr mit Fußball aufhört? Oder war das gar keine Option?

Dennis: Leider ja. In diesem Corona Jahr, also im letzten A-Jugendjahr, kam der Trainer zu mir und hat mir so viel Selbstvertrauen gegeben, Spielzeit versprochen, zumindest gesagt, dass ich auf jeden Fall spielen werde und er hat mich dann einfach fallen gelassen. Da hatte ich einfach so ein Loch, wo ich gesagt habe, ich werde am Wochenende für das viele Training in der Woche nicht belohnt. Ich hatte dann so ein Tiefpunkt, saß im Bus auf dem Weg von Köln und hab gedacht, du hast einfach kein Bock mehr auf Fußball, ich würde am liebsten aufhören und was anderes probieren. Tennis oder so, ist auch interessant.

Onur: Ist ja auch normal. Ihr habt sicherlich auch nicht immer Lust auf Fußball. Das ist völlig normal alles. Ganz aufhören, habe ich nie drüber nachgedacht. Als ich von Aachen nach Rott gewechselt habe, war ich auch so sauer auf Fußball, weil das alles nicht so hingehauen hat, wie ich mir das vorgestellt habe. Dann habe ich aber gedacht, egal, ich muss mir meinen Spaß wieder zurückholen. Dann geht man mal eine Liga tiefer, um sich den Spaß wieder zu holen. Wo man vielleicht in der Mannschaft ein paar Jungs von früher kennt. Aber ganz aufhören, dafür mache ich das zu gerne.

Dennis: Ich hoffe, ihr hattet das noch nicht.

Manuel: Nein. Natürlich hat man manchmal nicht so viel Spaß und Lust, aber so ganz aufhören nicht.

Onur: Es macht nicht immer alles gleich viel Spaß. Man darf nicht, wenn es mal nicht so läuft, direkt alles fallen lassen. Manchmal muss man auch mal zwei oder drei Wochen durch, wo es gar keinen Spaß macht oder manchmal hat man auch Phasen. Vielleicht eine neue Freundin oder man zockt mal lieber Fortnite. Aber der Spaß kommt ja wieder.

Michael: Habt ihr eine Lieblingsrückennummer oder ist es euch egal, welche ihr habt?

Onur: 8. Ich habe sie seit Jahren nicht mehr gehabt. Aber meine Lieblingsrückennummer ist die 8.

Dennis: Bei mir ist es eher die 4 oder 5. Die 4 hatte ich eigentlich die komplette Jugend über und die 5 ist einfach von meinem Vater. Sind aber auch die Innenverteidigernummern. Wenn man eine Nummer die ganze Zeit hatte, will man sie auch nicht mehr abgeben. Und wenn die jemand anders hat, dann heizt man auch mal an, weil man sich die holen will. Vielleicht so: „lass uns mal drum spielen oder so. Ich will die unbedingt haben.“

Onur: Was habt ihr für Lieblingsnummern?

Manuel: 25 und 5. 25, weil ich die bei Play-it die ganze Zeit hatte und die 5, weil ich die halt jetzt habe.

Onur: Hat aber keinen bestimmten Grund? Hast die also bekommen, hat gepasst wie angegossen und dann hast du gesagt, das ist jetzt meine Nummer?

Manuel: Nein, das hat was mit meinem Geburtsdatum zu tun. 05. Februar. 25 auch wegen Thomas Müller.

Dennis: Bei dir?

Michael: Ich hatte mit Birkesdorf die ganze Zeit die Nummer 6. Jetzt habe ich die Nummer 10, die gefällt mir auch sehr gut.

Dennis: Die 10 ist gut, da musst du drauf aufpassen.

Onur: Stimmt, um die 10 wird meistens gestritten. Ihr habt also auch feste Nummern und wechselt die nicht jedes Spiel?

Michael: Nein, wir haben feste Nummern.

Onur: Bei mir war das noch so: Die 11, die spielten hatten auch die Nummern, die wurden verteilt. Und die anderen hatten dann die anderen Nummern.

Dennis: Wir haben auch immer feste Nummern gehabt. Das finde ich auch am besten. Irgendwann fühlst du dich in deinem eigenen Trikot so wohl.

Onur: ….und gehst damit schlafen

Dennis: Wenn es sein muss, dann auch das.

Onur: Ah ich habe ein Ritual vergessen. Wenn ich neue Fußballschuhe habe, dann schlafe ich die erste Nacht immer mit denen. Echt jetzt, die lege ich immer neben mir auf meine Kissen, aber nur die erste Nacht.

Manuel: Was macht ihr Hauptberuflich?

Onur: Ich habe immer Fußball gemacht. Ich habe auch studiert schon ganz viel. Also wirklich ganz viel, aber nie zu Ende.

Dennis: Was denn alles?

Onur: Gesellschaftswissenschaften, Ingenieurwesen, BWL, Lehramt habe ich studiert, so einiges. Wenn du mit Fußball unterwegs bist, und so in dem Alter 18 bis 23 bist, dann ist studieren immer eine gute Ausrede. Wenn dich einer fragt, was machst du denn, dann kannst du sagen: „Ich studiere und spiele Fußball“. Da musst du dich nicht immer erklären. Wenn du aber wie ich für 400 oder 500 Euro nach Bayern gehst, was gerade mal für eine Wohnung reicht, dann hörst du immer: „Mensch, mach doch was vernünftiges“. Ich war auch mal in den Unis, habe aber nie ernsthaft daran gedacht zu Ende zu studieren. Vielleicht demnächst mal, aber ich weiß es noch nicht. Ich fahre jetzt Getränke aus. Und ich habe auch einen YouTube Blog

Dennis: Willst du auch den Namen sagen?

Onur: Hochhausblog

Dennis: Als ich nach hier gewechselt bin, hat Peter mir auch einen Job besorgt bei Diana in der Post. Da bin ich auch sehr zufrieden mit. Für mich war mit 18 jetzt auch wichtig, nicht nur im bezahlten Fußball zu sein. Sondern man braucht noch etwas, damit man davon leben kann. Mir war auch wichtig, dass ich morgens früh aufstehe. Das man einfach in einen normalen Rhythmus reinkommt, wenn man morgens arbeitet.

Onur: Warum genau willst du früh aufstehen?

Dennis: Wenn du jetzt in den Rhythmus verfällst bis 12 Uhr zu schlafen, dann bis 17 Uhr an der Konsole sitzt.

Onur: Das kannst du doch auch so machen um acht Uhr aufstehen.

Dennis: Das fällt erstens schwierig und zweitens fallen dir irgendwann keine Ideen mehr ein, was du über Tag machen sollst. Und dementsprechend verdient man dann auch noch.

Onur: Deswegen habe ich studiert. Da habe ich immer BaFög bekommen. Nein, ich habe auch immer nebenbei gearbeitet. Geht ihr eigentlich gerne zur Schule?

Michael: Man freut sich schon, wenn man seine Freunde sieht. Aber der Unterricht macht einfach manchmal keinen Spaß.

Onur: Wie viel Schuljahre habt ihr?

Manuel: Meine Schule geht nur bis zur 10. Klasse und dann mal schauen, was ich mache.

Michael: Bei mir geht bis 12. Klasse durch G8. Dann habe ich Abitur.

Onur: Was sind denn eure Ziele für dieses Jahr?

Manuel: Jedenfalls Qualifikation für die Bezirksliga und die dann möglichst auch schaffen.

Dennis: Wie sieht es im Pokal aus?

Michael: Halbfinale auf jeden Fall.

Onur: Wer ist denn euer Konkurrent?

Manuel: 1. FC Düren und Bördeland

Onur: Als Arnoldsweiler müsst ihr auf jeden Fall Bördeland schlagen. Wie oft trainiert ihr in der Woche?

Manuel: Normalerweise dreimal in der Woche. Also diese Woche jetzt einmal, wegen Pokalspiel und Meisterschaftsspiel und einem Nachholspiel, aber normalerweise dreimal in der Woche.  

Onur: Spielt ihr immer samstags?

Michael: ja, samstags

Onur: Samstags spielen ist schön. Ich würde so gerne nochmal samstags spielen. DA kann man wenigstens einen Tag am Wochenende genießen. Wenn wir sonntags spielen, dann kann ich freitags und samstags kein Halli Galli machen. So habe ich dann den Samstagabend.

Dennis: Warum kannst du Freitagabend kein Halli Galli machen?

Onur: Ich bin doch schon etwas älter. Was macht ihr heute noch? Zocken? Ach schau mal, habe ich das Wort „Zocken“ gesagt, haben sich beide direkt angeguckt. Was zockt ihr so?

Manuel: Fifa, also in letzter Zeit zocke ich gar nicht mehr, weil ich die Hand gebrochen hatte.

Dennis: Ich habe erst mit 16 meine erste Konsole bekommen. Bei mir hat es sehr lange gedauert, bis ich eine hatte.  

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Arnoldsweiler, 24.08.2021 Nico Fuchs und Fabian Schnitzler aus unserer B1 trafen sich drei Tage vor dem Spiel gegen Fortuna Köln mit dem Neuzugang Kevin Jackmuth und Dominik Behr zum gegenseitigen Austausch.

Nico: Wie lange spielt ihr schon Fußball?
Kevin: Fußball spiele ich schon, seit ich denken kann. Es gab
mal ein Jahr, in dem ich als Springer auch mitgekickt habe,
ansonsten stand ich, die ganze Jugend durch, im Tor. Ich habe eine
gute Ausbildung genossen. Neben meinem Heimatverein bin ich
auch das ein oder andere Jahr in ein NLZ gewechselt, unter
anderem zum FC Köln oder nach Leverkusen. Es hat mich jedoch
wieder mehr zu meinen Freunden gezogen, daher bin ich wieder
zurück zu meinem Heimatverein gewechselt. Anschließend ging es
dann nach Bedburg, sind mit unserem Jahrgang auch in der
Mittelrheinliga gut durchmarschiert, hatten aber dort die
Möglichkeit zum Aufstieg in die Jugendbundesliga knapp verpasst.
Anschließend ging es dann in den Seniorenbereich.
Dominik: Ich habe mit vier angefangen Fußball zu spielen. Es war
ähnlich, wie bei Kevin. Ich habe bis ich zehn war, in Vettweiß
gespielt. Von dort aus bin ich zu Alemannia Aachen gewechselt.
Mit 16 habe ich dort meinen ersten Amateurvertrag
unterschrieben. Ich habe mir allerdings mit 15 das erste Mal das
Kreuzband gerissen. Zwei Jahre später bin ich nach Duisburg
gewechselt. Ich habe dort relativ schnell Fuß gefasst, überlegte
nach Duisburg zu ziehen, da die Zugfahrt relativ weit war, habe
mich aber dazu entschieden, hier in der Umgebung zu bleiben. Mit
19 habe ich meinen ersten Profivertrag unterschrieben. Danach
kam die ein oder andere Verletzung, hab mir dann noch zweimal
das Kreuzband gerissen. So bin ich also wieder zurück nach hier
und bin jetzt schon das zweite Jahr in Arnoldsweiler und hier fühle
ich mich einfach zu Hause.
Fabian: Welche Position spielst Du?
Dominik: Ich habe früher als Stürmer gespielt, aber dann wurde
ich von jedem Trainer mal irgendwo anders hingestellt. Danach
ging es so Richtung Mittelfeld. Später bin ich Profi auf der 6er bzw.
8er Position geworden. Seitdem sind das so meine Positionen. Ich
kann vorne eigentlich alles spielen. Ich kann aber auch
Rechtsverteidiger spielen. Wenn man eine gute Jugendausbildung
genossen hat, kann man eigentlich jede Position spielen. Das ist
einerseits blöd, wenn man in den Seniorenbereich geht und keine
feste Position hat. Dann kann der Trainer auch immer sagen: “Hey
das ist ein guter Junge, den werfe ich immer rein, wenn ich
irgendwo Not habe.“ Aber eigentlich bin ich offensives Mittelfeld.
Ob jetzt links, rechts oder zentral ist eigentlich egal.
Kevin: Ich bin Torwart, das habe ich eben schonmal angedeutet.
Da gibt es nicht so viel Spannendes zu erzählen. Mal links mal
rechts außerhalb vom 16er, oder wie am Freitag auch mal ganz
weit draußen. Ich würde die Frage gerne auch mal zurückspielen.
Nico: Ich habe mit drei in Birkesdorf angefangen. Ich habe dort 10
Jahre als Verteidiger gespielt, dann als 8er und jetzt bin ich nach
hier gekommen. Ich war hier im Fußballcamp und jeder hat gesagt
Fabian: Ich habe auch ganz früh angefangen, mit drei oder vier
Jahren in Arnoldsweiler erst. Hier habe ich nicht lange gespielt und
bin nach Golzheim gewechselt, in meinen Nachbarortverein. Dort
habe ich lange gespielt. Mit 11 bin ich zu „Play it“ gewechselt. Das
war eine Fußballschule, die einen Verein gegründet haben. „Play
it“ hat sich hier aufgelöst und dadurch bin ich nach Arnoldsweiler
gekommen.
Kevin: Und welche Position?
Fabian: 6er. Momentan gibt es nicht so eine gute Verteidigung,
dadurch bin ich erst mal nach hinten gegangen in die
Innenverteidigung.
Dominik: Aber das ist auch gut so. Wenn Du dir das
Fußballfachwissen aneignen willst, ist das gar nicht so verkehrt die
Positionen durch zu spielen. Irgendwann muss nur der Zeitpunkt
kommen, wo du für dich und der Trainer für die Mannschaft
herausfinden muss, welche Position für dich die stärkste ist. Aber
man muss auch im Sinne der Mannschaft denken. Jeder will
natürlich als Stürmer spielen. Wenn man 10 Tore macht, ist das
am auffälligsten. Aber ich kann euch sagen, irgendwann sieht auch
der Trainer und auch andere Leute „der 6er gewinnt viele
Zweikämpfe oder erobert viele Bälle“. Da braucht man sich keine
Gedanken machen. Wenn Du als Innenverteidiger gut bist, wird
Fabian: Du warst ja in Duisburg. Hast Du da richtig als Profi
gespielt?
Dominik: Ja, das war so. Ich hatte gerade mein Fachabitur fertig.
Und das war so gegen Ende der Schulzeit. Dann rief der Trainer an
und hat gefragt, ob ich morgens um 11 bei den Profis
mittrainieren kann. Da sagt man natürlich nicht, nein geht nicht,
ich habe morgen Erdkunde. Ich hatte auch einen Lehrer, mit dem
ich gut klargekommen bin, der sogar Duisburg-Fan war. Ja dann
trainiert man da und man macht mal das ein oder andere
Freundschaftsspiel mit. Irgendwann kam dann ein Anruf von
meinem Berater. Der sagte, dass ich bei einem Testspiel so positiv
aufgefallen bin, dass wir uns in der nächsten Woche mit dem
Sportdirektor zusammensetzen und einen Vertrag für die erste
Mannschaft aushandeln. So war das dann, ich hatte gerade mein
Abitur bestanden, war noch nicht mal auf meiner Abschlussfeier,
weil ich zu dem Zeitpunkt irgendwo in Portugal im Trainingslager
war. Das ist eine Erfahrung, die ich immer so treffen würde. Ich
habe dann ein Jahr nichts anderes gemacht, außer Fußball
gespielt. Ich habe, so wie ihr Jungs es nennen würdet, einen
Traum gelebt. Morgens aufstehen, gefrühstückt, trainiert, dann
ein bisschen Massage, wieder trainiert, in die Sauna und um 15.30
hatte man Feierabend.
Nico: Warum seid ihr hier nach Arnoldsweiler gewechselt? Fühlt
ihr euch hier wohl?
Kevin: Ich war die letzten drei Jahre noch beim FC Düren. Nach
dem Spiel gegen Bayern München hatte mein Berater mir
empfohlen, einen Highlightfilm aus dem Spiel zu schneiden. Mein
Berater hat mit dem von mir geschnittenen Film sein Netzwerk
genutzt. Ich wurde bei verschiedenen Bundesligisten zum
Leistungstest eingeladen. Ich habe es leider nicht geschafft, was
aber kein Hals- und Beinbruch ist. Man fiebert die ganze Jugend
darauf hin, gegen die Besten der Welt zu spielen. Das habe ich
einmal geschafft. Das Ziel war aber, es nicht nur einmal zu
schaffen, sondern dauerhaft. Irgendwann eilte die Zeit. Ich habe
mit den Verantwortlichen hier in Arnoldsweiler gesprochen, dass
ich mich in der Vorbereitung hier fit halten kann. Darüber kamen
auch die Gespräche mit den Verantwortlichen hier. Da ich mich
ohnehin schon sehr wohlgefühlt habe, was sicherlich damit
zusammenhängt, dass ich hier wieder mit Spielern
zusammenspielen darf, mit denen ich schon zusammengespielt
habe. Es fühlte sich dadurch nicht an, dass ich zu einem neuen
Verein wechsel, auch wenn das Wappen und das Umfeld etwas
anders ist. Hier wird alles wie eine große Fußballfamilie gelebt.
Dominik: Bei mir ist es das Gleiche. Ich bin von Duisburg nach hier
gewechselt. Ich habe danach noch zwei Vereine mitgenommen, da
es hier mit dem Trainer nicht gepasst hat. Zunächst war ich in
Euskirchen und dann beim FC Düren. Da bin ich durch Bernd
Lennartz hingekommen. Ich hatte dann das Problem wieder, dass
ich mir das Kreuzband wieder gerissen habe und ich mich wieder
nicht gebraucht gefühlt habe. Dann hat mich der Trainer mit der
Glatze angerufen und mir gesagt, hier brauchen wir dich auf jeden
Fall. Naja, ich kenn die Leute und das Umfeld hier und jetzt bin ich
seit 2 ½ Jahren hier und kann mir auch nichts mehr anderes
vorstellen. Die Leute, die hier arbeiten, die sind mit dem Herzen
dabei. Fußball hat immer viel mit Emotionen und mit Herzblut zu
tun. Das hat man hier in Arnoldsweiler und deshalb macht es hier
auch sehr viel Spaß.
Fabian: Kevin, eine Frage an Dich. Würdest Du lieber einen Elfer
halten oder lieber einen 1 gegen 1?
Kevin: Also am Wochenende hätte ich lieber den Elfmeter
gehalten, da es auch zu keiner 1 zu 1 Situation kam. Man kann es
so pauschal glaube ich nicht beantworten. Wir spielen am
Donnerstag gegen Fortuna Köln. Wenn es am Ende 1:0 steht und
es kommt zu einer 1 zu 1 Situation, halte ich lieber die 1 zu 1
Situation. Wenn wir aber 5:0 führen, kann der Elfer auch mal
reingehen. Das ist also eher spielstandabhängig. Das würde ich so
pauschal nicht sagen können.
Nico: Habt ihr Ziele für die Saison? Oder Ziele für die Zukunft?
Dominik: Für die Saison habe ich für mich persönlich kein genaues
Ziel. Fußball ist ein Mannschaftssport, da stelle ich meine
persönlichen Ziele gar nicht so weit nach oben. Ich könnte sagen,
es wäre schön, wenn ich dieses Jahr 10 Tore schieße und 15
vorbereite. Aber wenn die Mannschaft am Ende einen gewissen
Erfolg hat, den man auch an der Platzierung festmachen kann, ist
das eine gute Sache. In der Liga, in der wir spielen, wo es um Auf- und Abstieg geht, geht es mehr als nur um schön Fußball spielen.
Wenn man 30 Spiele schön bestreitet aber trotzdem absteigt,
bringt das auch nichts. Für das Team also den größtmöglichen
Erfolg, wenn für mich dabei ein paar Tore oder Assists
herausspringen, ist das sehr gut. Aber meine persönlichen Ziele
stelle ich hinten an. Wenn wir am Ende unter den ersten fünf
oder sechs sind, haben wir eine gute Saison gespielt und eine sehr
gute, wenn wir unter die ersten drei kommen. Wenn ich mir für
mich persönlich was aussuchen könnte, dann, dass ich gesund
bleibe. Und zwar nicht über zwei oder drei Jahre, sondern
langfristig, vielleicht mal 10 Jahre verletzungsfrei.
Kevin: Das sehe ich ähnlich. Persönliches Ziel als Torwart ist
natürlich zu 0 zu spielen, oder möglichst wenig Gegentore zu
bekommen. Das hat am Freitag schon sehr gut funktioniert (alle
lachen). Aber insgesamt kann man der Mannschaft, wenn man die
eigenen Ziele hintenanstellt, viel besser helfen. Die persönlichen
Ziele kann man, gerade wie bei euch im jungen Spielalter, etwas
trainieren. Ein persönliches Ziel wäre vielleicht, wenn ich mit dem
rechten Fuß besser bin, als mit dem linken, über die nächsten
Monate den schwachen Fuß zu trainieren. Mein persönliches Ziel
ist, wenn ich auf das letzte Wochenende gucke, weniger
Gegentore zu kassieren. Dann muss man mal schauen, wie man
das macht. Es liegt ja nicht immer nur an einem selber, da gibt es
eine gesamte Mannschaft. Man sagt ja auch: „Man gewinnt
zusammen und man verliert zusammen.“ Da hat man eher ein
gemeinsames Ziel.
Fabian: Könntet ihr euch vorstellen Jugendtrainer hier zu sein?
Kevin: Ich kann mir aktuell nicht vorstellen, eine Mannschaft zu
trainieren. Seit 2019 bin ich Geschäftsführer einer
Fußballakademie. Dort wird stark auf Individualtraining
wertgelegt, ebenso Mentalcoaching, Spieleranalyse, oder
Scouting. Da geht es um alles, worauf in den Leistungszentren
wert gelegt wird. Daher bin ich eher im Individualbereich tätig.
Der Tag hat auch nur 24 Stunden, daher ist die Zeit auch
irgendwann knapp. Das soll aber nicht heißen, dass das nicht
Dominik: Ich habe mal eine Zeit lang in Bördeland eine
Jugendmannschaft als Co-Trainer unterstützend trainiert.
Irgendwann hat mir aber die Zeit gefehlt, wenn man selbst drei bis
viermal die Woche trainiert und ganz normal arbeiten geht. Das ist
immer etwas schwierig. Zurzeit eher nein. Ich bin Papa geworden
und wenn ich mir aussuchen müsste, ob ich in meiner freien Zeit
mein Fachwissen an euch junge Spieler weitergeben möchte, dann
muss ich sagen, eigentlich sehr und liebend gerne, aber das wird
von der Zeit zu knapp. Ich stehe schon viermal die Woche auf dem
Fußballplatz. Wenn noch ein Tag oder mehrere hinzukämen, fehlt
die Zeit für die Familie. Ich glaube aber, dass das irgendwann
kommt. Wenn mein Kleinster auch sechs oder sieben Jahre ist und
sagt, Papa ich will Fußball spielen. Ich könnte mir schon vorstellen,
entweder seine Mannschaft oder eine andere zu trainieren, um
mein Fachwissen zu teilen. Aber man kann das nie vorhersagen,
wann es wo in welche Richtung geht.
Nico: Habt ihr Fußballvorbilder? Wenn ja, warum diese Person?
Kevin: Damals war es tatsächlich Oliver Kaan und Ika Casillas, weil
die beiden das Maß aller Dinge waren.
Dominik: Hast du die mal getroffen?
Kevin: Mhm, ich habe den FC Porto mal getroffen, das kann ich
mal erzählen. Ich war mit meiner Oma am Flughafen, da wir ein
Haus in Spanien haben. Die hatten ein Auswärtsspiel in Valencia
und wir mussten nach Valencia fliegen. Am Flughafen war die
ganze Mannschaft in ihrem Dress. Ich hatte aber keinen Ball für
Autogramme und habe mich auch nicht getraut. Meine Oma ist zu
einem Sportgeschäft am Flughafen geflitzt und hat mir einen
kleinen Champions-League-Ball gekauft. Wir haben dann am Duty
Free jeden Spieler von denen abgeklappert und habe von allen ein
Autogramm bekommen. Dann kam der Trainer Mourinho und
wurde von so Medienfuzzis abgefertigt für die Zeitung. Er hat das
Interview unterbrochen und mich auf den Schoß genommen und
den Ball unterschrieben und gesagt, dass „wir“ Champions-League-Sieger werden. Und dieses Bild ging später in der
portugiesischen Presse herum. Um aber auf die Frage nochmal zu
kommen. Damals war es tatsächlich Kaan und Casillas aber
seitdem ich das Torwartspiel beherrsche, bzw. verstanden habe,
waren es Manuel Neuer und Marc-André ter Stegen. Nicht weil es
Deutsche sind, sondern weil die es auf ein neues moderneres
Level gehoben haben. Bei denen sieht man es sehr gut, dass es im
Tor nicht nur darauf ankommt, zwei Hände zu haben und alle Bälle
abzuwehren. Sondern, dass man viele Torwarttechniken
beherrschen und auch mal ein Spiel lesen muss.
Dominik: Das kann ich kurz und knapp machen. Aktuell habe ich
keinen Spieler. Mein Lieblingsspieler, und ich weiß nicht warum,
ist, und das wird auch so bleiben, Zinedine Zidane. Für mich war
das ein Spieler, der sich nie ins Rampenlicht gestellt hat und
immer sehr bodenständig war. Damals fand ich auch Michael
Ballack super. Von Zidane habe ich heute noch ein Trikot, passt
mir aber nicht mehr.
Kevin: Zu eng???
Dominik (lächelnd): ja, zu eng.
Kevin: Gibt es das denn bei euch auch? Habt ihr denn auch ein
Vorbild außer Dominik und mich?
Nico: Für mich ist das Kimmich. Der hat als Rechtsverteidiger, was
ich ja auch spiele, in Leipzig und in Bayern gespielt. Jetzt spielt er
als 6er, was ich ja jetzt auch geworden bin.
Kevin: Wenn er also jetzt Stürmer wird, wirst du das auch?
Nico: Ja genau (alle lachen). Er ist sehr ehrgeizig und das bin ich
auch so ein bisschen.
Fabian: Bei mir ist es auch, unter anderem, Kimmich. Da gibt es
aber auch sehr viele andere, wie Toni Kroos, Luca Modric, Xavi
oder Iniesta. Aber am meisten mag ich Andres Iniesta,
wahrscheinlich weil er in Barcelona spielt und Barcelona einer
meiner Lieblingsvereine ist. Jetzt eine Fußballfrage, die eigentlich
jeder beantworten muss. Messi oder Ronaldo?
Kevin: Für mich ganz klar Lionel Messi. Ronaldo ist einfach ein
komplett anderer Spieler. Es ist atemberaubend, wie Messi Spiele
im Alleingang entscheidet. Ich mag auch Barcelona etwas mehr als
Madrid, was allerdings jetzt nicht heißt, dass ich jetzt auch Paris-Fan werde. Ich habe ihn einmal live im Stadion gesehen. Wenn
man sich nur den Spieler Messi mal anschaut….
Dominik: ….dann sieht das fast aus wie bei Tim Gerhards.
Kevin: (lacht) Ja genau, das ist sehr ähnlich wie bei Tim Gerhards.
Also spielend leicht schleicht der über den Platz. Also meiner
Meinung nach ist das der beste Spieler aller Zeiten.
Dominik: Ich schließe mich dem eigentlich fast an.
Kevin: Außer das du Ronaldo besser findest?
Dominik: Nein ich finde, die Frage kann man so nicht stellen.
Wenn wir nur davon ausgehen, dass wir nur fußballerisch davon
sprechen, wer der bessere ist, dann würde ich sagen Messi. Aber
man muss reflektieren, warum Messi besser ist. Ich glaube Messi
ist einfach der talentiertere Spieler. Der muss halt nicht, wie
Ronaldo, darauf achten, was er wann und wo isst. Er muss nicht
ins Gym gehen, damit er 2,05 Meter hochspringt, damit er die
Kraft oder den Oberkörper hat. Wenn man sich die Statue von
Messi ansieht, denkt man, das ist ein Schluck Wasser in der Kurve.
Aber er hat einfach das Talent, was du in 100 Jahren nicht mehr
sehen wirst. Vor Ronaldo habe ich aber ein bisschen mehr
Respekt, weil der Geisteskranke sich alles erarbeitet. Der schießt
jedes Jahr 50 oder 60 Tore und das hat alles was mit Arbeit zu tun.
Es gibt auch andere Fußballer, die genauso talentiert sind, aber
der arbeitet einfach mehr als jeder andere. Das ist am Ende der
springende Punkt. Willst du das so sehr, dass du der Beste auf der
Welt bist? Mit dieser Konstanz, die beide Spieler auch haben.
Deshalb ist die Frage sehr interessant. Ich finde aber, man kann
beide Spielertypen nicht miteinander vergleichen. Daher ist keiner
der beiden irgendwie besser als der andere. Was würdet ihr
sagen?
Fabian: Messi
Nico: Messi! Habt ihr Lieblingsvereine, die ihr am meisten mögt?
Kevin: Ich war gestern noch im Stadion und habe wunderbar
feiern können, weil der glorreiche 1. FC Köln endlich wieder vor
Zuschauer spielen durfte. Ich bin in Köln geboren, dort groß
geworden, immer mit dem Blick auf den Dom. Daher gab es da
von Tag eins an keine andere Option als der 1. FC Köln.
Dominik: Ich habe keinen Lieblingsverein. Das hat sich irgendwann
eingependelt. Wenn man als 10-jähriger schon gegen Köln,
Schalke, oder sonst wen spielt, drückt man keinem bestimmten
Verein mehr die Daumen. Ich hatte damals für Bayern
Sympathien, da Ballack mein Lieblingsspieler war. Aber wenn ich
jetzt heute Fußball gucke, dann sitze ich nicht, wie meine Jungs
vorm Fernseher, die dann auch alle FC Fans sind. Ich schaue dann
den Liveticker oder Konferenz. Das heißt aber auch nicht, dass
man nicht gewissen Sympathien für den ein oder anderen Verein
hat.
Kevin: Wie sieht das bei Euch aus?
Fabian: Schalke.
Dominik: Ach du Kacke! Schalke. Du hättest ja jetzt alles sagen
könne, aber Schalke.
Fabian: Das kommt hauptsächlich von meinem Vater. Der ist auch
Schalke-Fan. Auch hergeleitet von früher, also ganz früher, als die
noch oben mitgespielt haben.
Nico: Bei mir ist es Bayern. Mein Vater ist auch Bayern-Fan.
Kevin: Das heißt also, als Düren gegen Bayern gespielt hat, warst
du also auch für Bayern.
Nico: Ja klar.
Dominik: Richtig so. Ich habe auch jedes Tor bejubelt, das kannst
du dir gar nicht vorstellen.
Kevin: Toller Freund.
Dominik: Ja das ist mir egal.
Fabian: Habt ihr momentan eure Lieblingsrückennummer? Oder
welche ist es?
Kevin: Die Rückennummer ist nicht unbedingt das wichtigste. Als
Torwart hat man sicherlich am liebsten die Nummer 1. Bei mir ist
das so, nicht weil ich hier in Arnoldsweiler die Nummer 30 habe.
Messi hat mir das ja jetzt unmittelbar nachgemacht. Das fand ich
eine Frechheit (alle lachen). In meinem ersten Seniorenjahr habe
ich meine Rückennummer nach dem Alter meines Opas
ausgewählt, da mein Opa mein größtes Vorbild ist. Der schaut
jedes Spiel von mir und ist immer mit Herzblut dabei. Für
Arnoldsweiler werde ich wahrscheinlich im nächsten Jahr nochmal
eine Nummer über 80 auswählen für Opa.
Dominik: Ich habe auch tatsächlich keine Lieblingsrückennummer.
In Duisburg hatte ich die 24, die konnte ich aber hier nicht
übernehmen. Dadurch habe ich dann immer die 21 gehabt. Für
mich hat die Nummer auch nicht so eine hohe Bedeutung, bin da
auch nicht wirklich abergläubig. Bei euch?
Fabian: Ich habe die Nummer 6, bin damit auch sehr zufrieden.
Kevin: Das passt ja auch zu deinem Vorbild, Kimmich.
Nico: Ich habe die 19. Mir ist das eigentlich egal, was ich für eine
Nummer habe. In Birkesdorf hatte ich als Verteidiger immer die 2.
Dominik: 2 ist die absolute Kack-Nummer. Genauso wie die 12.
Früher im NLZ in Aachen war das so, dass dein Trainer dir dein
Trikot in die Hand gedrückt hat und dann wurde immer der Reihe
nach aufgestellt. Dann sahst du schon auf der Liste, den Torwart
und dann als nächstes „Dominik, die 12“. Da hatte ich schon gar
kein Bock mehr mich umzuziehen. Sehe ich heute auch ein
bisschen anders, aber früher habe ich das tatsächlich so gesehen.
Auf welche Schule geht ihr?
Fabian: In Düren auf das Gymnasium am Wirteltor
Nico: Realschule Bretzelnweg
Dominik: Abitur?
Fabian: Ja, Abitur habe ich vor.
Nico: Habt ihr Stärken und Schwächen beim Fußball?
Kevin: Ich glaube jeder hat irgendwo Stärken und Schwächen. Das
darf man eigentlich gar nicht so sagen.
Dominik: Das ist richtig schwierig. Früher als ich so alt war, wie ihr,
im NLZ, da wurde das auch immer gefragt. Dann habe ich zu
Hause meinen Vater gefragt, was sind denn meine Schwächen?
Kevin: Man kann auch die Schwächen etwas umschreiben. Stärken
kann man sehr gut aufzählen. Zum Beispiel glaube ich, dass ich auf
meiner Position relativ kommunikativ bin, versuche meine
Mitspieler schon frühzeitig in die richtige Position zu bekommen.
Fußballerich habe ich auch gar keine so schlechte Ausbildung
genossen. Man kann die Schwächen vielleicht etwas umschreiben,
in dem man sagt: Ich möchte vielleicht etwas athletischer werden
oder in der Raumverteilung möchte ich das oder das erreichen.
Das ist gleichzeitig ja auch mit einer neuen Zielsetzung verbunden.
Wenn euch also mal ein Trainer fragt, was sind eure Stärken und
Schwächen, da könnt ihr bei den Schwächen vielleicht sagen, an
den Punkten möchte ich jetzt arbeiten. Also man sagt nicht unten
links ist meine schwache Ecke, sondern man umschreibt es so: Ich
möchte mich bei flachen Abschlüssen auf das Tor verbessern.
Dominik: Ich glaube ich bin ein relativ quirliger Spieler. Meine
Schwäche ist dann, da muss ich meinem Vater recht geben,
gerade nach so einer langen Pause, die ihr ja auch hattet, sind
andere Sachen wichtiger und habe dann das ein oder anderemal
abends die Lasagne von mittags gegessen. Aber wenn ich dann
weiß, es geht bald wieder los, kann ich mich auch schnell wieder
disziplinieren. Es gibt immer Sachen, in denen man sich
verbessern kann, aber als Schwäche würde ich das nicht
ausdrücken. Ich könnte dich jetzt fragen. Kannst du die aufzählen?
Fabian: Ich weiß nicht, da müsste ich jetzt überlegen.
Kevin: Also Zimmer aufräumen oder Müll rausbringen ist keine
Schwäche.
Dominik: Nein, also ich meine rein fußballerisch
Fabian: Mein alter Trainer hat mir mal gesagt, wenn ich den Ball
habe, wirke ich ziemlich ruhig.
Dominik: Hast du denn auch das Gefühl, dass du ruhig bist?
Fabian: Ja, schon. Auch wenn ich von einem Stürmer angegriffen
werde und muss den Ball abspielen, kann ich ruhig bleiben.
Verbessern könnte ich, dass ich einen Schritt schneller werde,
auch jetzt in der Verteidigung.
Dominik: Das ist eine Kopfsache. Vieles kannst du schon
weglaufen, dass auch als Tipp von mir, wenn du weißt: Was hat
der 10er oder 6er, der den Ball spielt, denn eigentlich jetzt vor?
Wenn du weißt, wo der hin spielt, bist du meistens einen Schritt
schneller als der Stürmer da.
Nico: Meine Schwächen sind die Schnelligkeit und die Ausdauer.
Meine Stärken sind mein Schuss und Freistoß.
Kevin: Dann musst du an deinem Selbstbewusstsein arbeiten.
Nimm dir mal die Pille beim Freistoß, überstimmst auch mal den
Trainer und jagst den Ball rein und dann habt ihr einen neuen
Freistoßschützen. Ein gutes Beispiel ist dafür Mario Basler. Der hat
einfach immer Dinge gemacht, die der Trainer vielleicht nicht so
gut fand, hat aber dann immer gezeigt, dass er das auch gut kann.
Der muss aber natürlich dann auch rein, ne?
Fabian: Habt ihr ein Ritual vor dem Spiel?
Kevin: Ich gar nicht. Manche springen ja zweimal mit dem rechten
Bein auf, machen noch zwei Purzelbäume und beten noch dreimal
zum lieben Gott. Manche schlagen noch 27 mal an die Torlatte.
Das habe ich alles nicht. Ich mache immer die Mitte vom Rasen
kaputt, damit ich eine Hilfslinie hab, an der ich mich positionieren
kann. Der Achim würde mir glaube ich auch den Kopf abhauen,
wenn ich vor dem Spiel immer in den Rasen hauen würde.
Denselben Ablauf habe ich schon vor den Spielen. Auf dem Weg
zum Spiel höre ich zum Beispiel immer die gleiche Playlist, oder es
gibt immer einen Teller Nudeln, um Kohlenhydrate zu sich zu
nehmen.
Dominik: Ich muss ehrlich sagen, ich habe das schon. Ich kann
auch nicht sagen warum, aber ich betrete immer mit dem rechten
Bein zuerst den Rasen. Das mache ich seit ich zweimal das
Kreuzband gerissen hatte. Ich habe immer gesagt, wenn es jetzt
nochmal reißt, dann ist Ende. Irgendwann macht der Körper das
nicht mehr mit. Und seitdem geht es gut. Dreimal Kreuzbandriss
im selben Knie ist halt nicht so gut.
Kevin: Na dann wärst du eben früher Jugendtrainer.
Dominik: Ja danke. Dann ist meine Oma vor vier Jahren
verstorben, der ich wirklich sehr viel zu verdanken habe, weil sie
mich überall hingefahren hat, weil meine Eltern nicht die Zeit dazu
hatten. Ich habe dann mein erstes Tatoo stechen lassen für meine
Oma und habe seitdem tatsächlich das Handgelenk, was ich küsse,
bzw. zweimal. Da steht auch noch das Geburtsdatum meiner
verstorbenen Patentante. Die hatte mich als ich klein war auf dem
Arm und hat gesagt: „Aus dem Jungen wird noch was ganz
besonderes.“ Naja, es kann halt nicht jeder sagen, ich habe einen
Profivertrag gehabt. Das ist halt etwas, was mich an meine
Patentante erinnert, auch wenn ich sie nie richtig gekannt habe.
Die Erinnerung bleibt aber an jedem Sonntag, weil ich weiß, dass
ich etwas Besonderes geschafft habe und das ich das gewissen
Leuten zu verdanken habe, dass ich heute da stehe, wo ich stehe.
Mir ist es wichtig, den Leuten das zurückzugeben, auch wenn sie
vielleicht nicht mehr am Spielfeldrand stehen.
Nico: Hattet ihr Erfolge mit Euren Vereinen?
Kevin: Ich glaube mein persönlicher größter Fußballerfolg war
vergangenen Oktober, in der ersten Runde des DFB-Pokal gegen
Bayern München. Es hätte auch einen Drittligisten treffen können,
aber ich glaube es gibt nichts Größeres, als gegen die Besten der
Welt zu spielen. Nicht nur im Kabinengang, sondern auch mit
einem Meister auf dem Spielfeld zu stehen, wo man dann Jahre
zuvor als Fan mitgelitten und gefiebert hat, ist dann auch der
größte sportliche Erfolg, würde ich sagen. Du hast doch auch
schon gegen Bayern gespielt oder?
Dominik: Ja, ich glaube das war auch der größte sportliche Erfolg.
Bei mir war das gerade unmittelbar nach der Weltmeisterschaft.
Pep Guardiola ist gerade als Trainer nach da gekommen. Dann ist
das schon so, wie Kevin sagt. Wenn man Levandowski sieht, der
hat mir sogar ein Eisbein gegeben. Ich glaub ich habe danach eine
Woche nicht trainieren können, weil ich solche Schmerzen hatte.
Oder ich habe damals mit Pierre-Emile Höjbjerg das Trikot
getauscht. Den hatte erstmal keiner auf dem Schirm und spielt
heute als 6er in Tottenham. Das macht dich schon stolz, wenn du
so ein Trikot im Eingangsbereich hängen hast. Bei mir war es auch
der Profi Vertrag als großer Erfolg, auch wenn wir mit Duisburg in
dem Jahr wieder abgestiegen sind. Aber es gehören auch
Misserfolge dazu. Daran kann man als Sportler wachsen. Denn
wenn man nur Erfolge hat, hinterfragt man das nicht. Wie sieht es
bei euch aus?
Fabian: Ja, wir waren im Finale vom Pokal mit Playit und haben im
Finale Birkesdorf mit 2:1 geschlagen. Nico ich weiß nicht, ob du da
mitgespielt hast.
Nico: Bei mir war es auch im Kreispokal gegen Börderland. Da
habe ich in der letzten Minute das Tor geschossen gegen einen
richtig guten Torwart. Dadurch sind wir ins Finale gekommen. Im
Finale haben wir gegen Düren 8:0 verloren.
Dominik: Ja, das gehört auch dazu. Ich weiß als Jugendspieler
haben wir gegen Viktoria Ellen gespielt. Glaubt mir, ich kann mich
daran noch erinnern, als ob das gestern war. Im Hinspiel haben
wir 5:0 verloren. Wir hatten keine Chance. Und am vorletzten
Spieltag haben wir zu Hause gegen Ellen gespielt. Vettweiß hatte
es noch nie vorher geschafft in die Kreismeisterschaft zu fahren.
Ich habe den Ball so halb links bekommen und dann mit der Picke
ins kurze Eck geschossen, damals in der F Jugend. Ich weiß heute
noch, da ist mein Vater quer über den Platz gelaufen und hat mich
so hochgehoben. Das war ein Traum, so eine Schlüsselsituation,
die man auch über den langen Zeitraum nicht vergisst. Habt ihr
noch Ziele? 1. Mannschaft Arnoldsweiler?
Fabian: Ja, würde ich gerne.
Nico: Ja ein bisschen höher spielen, wäre schön.
Dominik: Wenn die Chance besteht, warum nicht? Ich sag euch
ehrlich, man kann immer noch dahin, wo man die Jugend
verbracht hat, zurück gehen. Wenn ich jetzt noch 6 Jahre auf dem
Niveau hierbleibe, ist das ein schöner Abschluss.
Kevin (schaut zu Peter Eschweiler): Schau Dominik, ist schon im
Handy notiert. Dominik Behr, 6-Jahresvertrag.
Dominik: Gerade für euch ist es wichtig zu wissen. Arnoldsweiler
ist schön, aber wenn du ein Angebot von jemandem bekommst,
der noch höher und besser ist, ja dann macht das. Hierhin kannst
du immer zurück. Denn weißt du wann du dich ärgerst? Wenn du
die Möglichkeit hast und sie nicht nutzt. Das ist das, was ich euch
mitgeben kann. Wenn ihr das Angebot habt und das passt alles,
schulisch und so, dann nehmt das mit. Das ist eine Erfahrung, die
ihr mitnehmt, auch fürs Leben. Wenn ihr die Chance habt, greift
danach.

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