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Arnoldsweiler, 18.10.2021 Top-Spiel: Alemannia Aachen zu Gast!

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Arnoldsweiler, 10.10.2021 Oktoberfest am 01.10. ab 19:00 im Bertram Möthrath-Stadion

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Neues Kleeblatt

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Arnoldsweiler, 23.09.2021 Ausgabe 2 der aktuellen Saison unseres Stadionheftes

Pünktlich zu den nächsten Heimspielen unserer Mannschaften ist das neue Kleeblatt frisch aus der Druckerei im Bertram Möthrath-Stadion eingetroffen.

Vorab bieten wir schon online die Möglichkeit, einen Blick hinein zu werfen.

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Jugend trifft Mittelrheinliga (2)

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Jugend trifft Mittelrheinliga (2)

Arnoldsweiler, 22.09.2021 Einige Tage nach dem Spiel gegen Hürth trafen sich unsere Innenverteidiger der 1sten Onur Alagöz und Dennis Dahmen mit den Jugendspielern Manuel de Ram und Michael (Michi) Buchna, die in der aktuellen B-Jugend aktiv sind.

Dennis: Ich kam durch einen guten Kumpel hier hin, der den Vorstand kannte. Ich kam mit einer Verletzung hier hin und habe gefragt, ob ich mich hier fit halten könnte. Ich habe mich eigentlich sehr wohl hier gefühlt. Dann haben wir weitere Gespräche geführt und habe mich dazu entschieden, hier zu bleiben, weil es doch sehr familiär hier und das Team super ist.

Onur: Ich bin letztes Jahr im Sommer hergekommen. Bei mir war es so, ich war in Düren vorher und das hat mir dort gar nicht gepasst. Der Zusammenhalt und die Stimmung waren nicht so wie hier. Hier macht es einfach mehr Spaß und beim Fußball muss man auch Spaß haben. Ich komme hier freiwillig hin. Das ist nicht so, wie zur Schule gehen. Wir machen das alle freiwillig. Thomas hat mich damals angerufen und wir haben ein bisschen gequatscht. Ich war zwei, drei Wochen hier und wollte mir das angucken und dann hat mir das hier gefallen. Wie lange seid ihr denn schon hier in Arnoldsweiler?

Manuel: Seitdem sich die Play-it-Fußballschule aufgelöst hat. Da sind wir direkt hier rübergekommen.

Onur: Wie alt warst Du da?

Manuel: Das ist jetzt ein Jahr her, letzten Sommer.

Dennis: Also mit Onur zusammen.

Onur: Also auch ganz frisch, so wie ich.

Michael: Ich bin relativ neu. Drei Monate bin ich erst hier.

Onur: Ach, Du bist noch ganz neu? Von wo kommst Du?

Michael: Ich habe in Birkesdorf gespielt.

Onur: Und warum nach hier?

Michael: Im Sommer gab es hier ein Camp. Das hat mir sehr gut gefallen und dann bin ich nach hier.

Onur: Mit dem Alex als Trainer?

Michael: Ja, genau.

Dennis: Wie ist der so?

Michael: Ja gut 😊

Onur: Sicher?

Michael: Ja! Wie habt ihr denn überhaupt angefangen Fußball zu spielen und warum?

Dennis: Ich stand mit 1 ½ Jahren auf dem Fußballplatz mit einem Ball am Fuß. Ich habe seitdem eigentlich keine andere Sportart mehr gemacht. Seitdem spiele ich Fußball, sogar seit ich zwei bin schon im Verein und hab hin und wieder schon mal bei den Älteren mitgespielt.

Onur: Ich habe im Gegensatz zu Dir erst sehr spät angefangen. Mit sieben glaube ich.

Dennis: Das sieht man 😊

Onur: Ich habe vorher geboxt tatsächlich und ich habe mal bei irgendeinem Training ein paar Schläge zu viel bekommen. Dann wollte ich da nicht mehr hin und dann bin ich zum Fußball gekommen. Ich mache aber viele Sportarten gerne. Ich spiele auch gerne Basketball, mache immer noch gerne Kampfsport. Ich spiele auch gerne Badminton, also eigentlich alles gerne. Ich laufe nicht so gerne. Also nicht ohne Sinn.

Dennis: Warum spielt ihr denn Fußball?

Michael: Generell spiele ich, weil es mir Spaß macht und weil ich auch was erreichen möchte. Ich möchte natürlich noch besser werden und deshalb bin ich auch nach Arnoldsweiler gekommen.

Manuel: Bei mir genauso. Mir macht Fußball spaß und deshalb spiele ich. Das ist eigentlich der Hauptgrund.

Onur: Habt ihr auch was anderes gemacht?

Manuel: ich nicht

Michael: Ich auch nicht.

Dennis: Das ist auch das Wichtigste. Du darfst den Spaß nicht verlieren. Wenn du den Spaß verlierst, ist Fußball verloren.

Onur: Wenn du keinen Spaß mehr hast, dann musst du wechseln.

Manuel: Hattet ihr in der Kindheit irgendein Idol?

Dennis: Idol ist schwierig zu sagen. Ich bin sehr flexibel. Manchmal spiele ich Innenverteidiger, manchmal Außenverteidiger, manchmal werde ich auch auf der sechs eingesetzt. Wen ich als Vorbild sehe ist Raphael Varane, der jetzt zu Manchester United gewechselt ist. Der bringt eine gewisse Körperlichkeit mit, ist kopfballstark und sehr schnell. Zweikampfstark ist er auch. Auch wenn er mal eine schlechte Saison hat, wie bei Real Madrid, ist er trotzdem noch einer der besten Innenverteidiger der Welt.

Onur: Du solltest beantworten wer als Kind dein Idol war.

Dennis: Der war auch schon als kleines Kind mein Idol. Auch wenn man ihn nur durch den Wechsel nach Madrid oder Manchester kannte. Raphael Varane war für ich schon immer gesetzt eigentlich.

Onur: Ich bin ja ein bisschen was älter. Ich weiß nicht, ob ihr meine Idole noch so kennt. Also Zidane und die ganze Mannschaft um Zidane herum, mit Luis Figo und Beckham. Ronaldo und Ronaldinho. Habt ihr Ronaldinho noch gesehen?

Michael und Manuel: Nein

Onur: Das ist traurig. Ronaldinho war schon super. Messi natürlich auch.

Dennis: Jetzt oder was?

Onur: Ja, Idol ist das falsche Wort. Aber ich feier schon Ronaldo, weil er seit 15 Jahren einfach am Limit spielt, immer noch der Beste ist und das schafft nicht jeder.

Dennis: Und eure Idole jetzt zurzeit?

Manuel: Auf meiner Position habe ich jetzt nicht wirklich ein Idol, aber ich finde Kimmich sehr gut.

Dennis: Bist du auf der sechs unterwegs?

Manuel: Nein, ich bin rechter Außenverteidiger, manchmal auch Innenverteidigung. Aber ich bin schon Kimmich-Fan. Und generell viele Spieler von Bayern. Thomas Müller und Kimmich, die zwei hauptsächlich.

Michael: Auf meiner Position habe ich auch eigentlich gar kein Idol. Also generell ist es Messi.

Dennis: Auf welcher Position bist du unterwegs?

Michael: Sechser.

Dennis: Was ist mit Toni Kroos oder so? Ballsicherheit und Passspiel?

Michael: Ja schon, wegen der Ballsicherheit.

Onur: Ein bisschen langweilig spielt der.

Dennis: Ja schon, aber er ist trotzdem einer der Besten.

Onur: Er hat sich schon mit Messi den Besten ausgesucht. Da bleibt nicht mehr viel übrig.

Michael: Was ist denn euer Lieblingsverein?

Dennis: Schwierig bei mir. Ich bin so ein bisschen in der Familie gespalten worden. Die eine Hälfte geht so ein bisschen Richtung Niederrhein nach Gladbach. Die andere Hälfte in Richtung der anderen Rheinseite zum 1. FC Köln. Ist ein bisschen schwierig. Ich bin in beiden Stadien sehr gerne, aber ich würde durch mein zu Hause eher sagen, ich bin eher auf der Kölner Seite, als auf der Gladbacher Seite.

Onur: Bayern! Schon immer wegen meinem Papa. Dann noch Real Madrid. Man kann eben nur Madrid-Fan sein oder Barcelona-Fan. Man kann nicht beides sein. Das geht nicht. Und aus der Türkei Fenerbahce, wenn euch das was sagt, wo der Özil jetzt hin gewechselt ist. Und bei euch?

Manuel: Bayern! Nur Bayern.

Michael: Bei mir ist es Köln.

Manuel: Hattet ihr in der Schule irgendein Lieblingsfach?

Dennis: In der Grundschule gar keins und später Mathe und BWL/Rechnungswesen.

Onur: Biologie, weil ich das ganz interessant finde so mit Tieren und Menschen. Ich bin ja schon ein paar Jahre älter, habe 2013 mein Abitur gemacht. Boah, ich bin schon alt geworden jetzt, die Zeit vergeht schnell. Habt ihr Lieblingsfächer? Außer Sport?

Manuel: Schwierig (lange Pause) 😊. Mathe bin ich jetzt nicht so schlecht aber es gibt kein Fach was ich jetzt so gerne mache. Eigentlich nur Sport.

Michael: Bei mir auch. Ich mag eigentlich nur Sport.

Onur: Da seid ihr wahrscheinlich auch mit die Besten oder?

Manuel: Ja.

Dennis: Seid ihr denn gut in der Schule?

Manuel: Also, nicht schlecht, normal halt.

Onur: Wie war denn das Zeugnis?

Dennis: Wahrscheinlich 1,8 oder sowas.

Manuel: Nein, 2,5

Dennis: Ist ja schon im besseren Drittel und bei dir?

Michael: 2,3

Dennis: Im vordersten Drittel. Dagegen kann ich schonmal nichts sagen.

Michael: Was ist denn so das schlimmste Gefühl in einem Fußballspiel?

Dennis: Für mich als Verteidiger ist es, wenn ich ein Eigentor mache. Das ist das schlimmste Gefühl auf dem Platz, was es gibt. Je nachdem wie der Spielstand dann auch gerade ist. Du kommst aus der Situation auch einfach nicht mehr raus. Auf dich gucken dann die Leute und dann stehst du da in dieser Situation und willst eigentlich nur noch duschen gehen oder nach Hause fahren oder möchtest einfach nur noch im Boden versinken, dass dich keiner mehr beachtet. Du bleibst halt einfach in dem Moment im Fokus. Das ist das Schlimmste was es gibt.

Onur: Das Schlimmste für mich ist, wenn ich das Spiel nicht mit beeinflussen kann. In Spielen zum Beispiel, wenn ein Gegentor passiert, wo ich überhaupt nicht eingreifen konnte. Wenn es an mir liegt, auch wenn ich es schuld bin, finde ich nicht so schlimm, weil jeder mal Fehler macht.

Dennis: Jeder darf auch Fehler machen.

Onur: Genau, das gehört außerdem dazu. Aber wenn ich das nicht beeinflussen kann, wenn ich z.B. auf der Bank sitze. Das finde ich am Schlimmsten.

Dennis: Hattet ihr denn schonmal so ein Gefühl, wo ihr gesagt habe, jetzt möchte ich aber bitte runter vom Platz?

Michael: Bei mir ist es generell so, wenn ich nicht gut spiele. Dann macht mir das auch überhaupt keinen Spaß. Wenn ich nicht gut spiele, dann bringt das auch nichts für die Mannschaft.

Onur: Warum spielst du denn nicht gut?

Michael: Wenn ich vielleicht einen schlechten Tag habe.

Onur: Aber du kannst das ja noch während dem Spiel ändern. Du darfst dann nicht den Kopf hängen lassen.

Michael: Ja bei schlechten Momenten halt.

Dennis: Was würdest du denn nach so schlechten Momenten machen? Wenn du z.B. 5 oder 6 schlechte Pässe gespielt hast?

Michael: Dann sag ich zu mir, dass ich den nächsten Pass besser spielen werde. Ich rede zu mir selber und gebe mir selber Mut.

Dennis: Dann probiere einfachere Pässe zu spielen. Das gibt dir wieder Sicherheit und Selbstvertrauen, um dann wieder Risikopässe am Ende zu spielen.

Onur: Einfach Gas geben! Wenn man Gas gibt, dann spielt man immer gut. Dann hast du vielleicht ein paar Fehlpässe aber dafür 10 Zweikämpfe gewonnen.

Dennis: Am Ende musst du sagen können, ich habe alles gegeben. Und nach dem Spiel bin ich so platt, dass ich nichts anderes mehr machen kann.

Manuel: Ich hatte noch nicht wirklich einen Moment, wo ich vom Platz wollte. Aber es gab schon Momente, wo man nicht wirklich gut gespielt hat. Aber dann hat sich das auch schnell wieder erledigt, wenn man wieder mehr Selbstbewusstsein bekommen hat durch ein paar gute Aktionen.

Onur: Seid ihr so die Meckerer?

Manuel: Nein eigentlich nicht.

Onur: Wer ist bei euch so der Meckerer?

Manuel: Also ich würde sagen, Luca Nußbaum, unser Torwart. Das ist der, der am meisten über den Platz brüllt.

Dennis: Also ein Onur 2.0

Onur: Ja, also das gehört dazu. Wichtig ist, was auf dem Platz passiert, bleibt auch auf dem Platz. Jetzt sind wir schon was älter. Da passieren auch schon mal schlimmere Sachen, wie Beleidigungen oder auch ein Extratritt, wenn der Schiri mal nicht hinguckt. Aber hey, nach dem Spiel muss wieder alles gut sein. Vor allem nicht böse werden, dann werdet ihr schlechter.

Manuel: Hattet ihr einen Trainer, der euch am meisten weitergebracht oder weitergeholfen hat?

Onur: Nein, ich habe ein gewisses Alter und habe auch schon etwas höher gespielt. Der Thomas ist ein guter Trainer aber der kann mich jetzt nicht drei oder vier Steps weiter nach oben bringen. Dafür macht der aber meinen Kopf frei und es macht mir Spaß. Ich hatte ein paar sehr gute und ein paar schlechte Trainer. Als Trainer ist es auch schwierig. Du hast 20 Jungs oder Mädels da und jeder ist anders. Du musst mit jedem anders umgehen. Gleichzeitig willst du aber alle voran bekommen. Dann willst du natürlich gewinnen, das ist für die Mannschaft wichtig. Dafür musst du welche auf die Bank setzen, mit denen musst du reden, oder auch nicht reden. Es ist schwierig. Aber nein, keinen der mir speziell jetzt in den Kopf kommt.

Dennis: In meiner U16-Zeit. Da hatte ich einen Trainer, der hatte Zweitligaerfahrung bei Kiel und Ingolstadt. Der hat mir das Selbstvertrauen gegeben und total auf mich gesetzt. Dadurch wurde aus mir ein ganz anderer Mensch auf dem Platz, als auch neben dem Platz. Ich war immer so ein schüchterner Mensch, hab mich nie richtig geöffnet. Das war für mich der beste Trainer, da er aus mir einen ganz anderen Menschen gemacht hat, fußballerisch, wie auch menschlich. Der war einfach überragend.

Onur: Wie hieß der?

Dennis: Manuel Hartmann

Onur: Kenn ich gar nicht. Bei Fortuna?

Dennis: Nein, beim 1. FC Köln

Onur: Und ihr? Bisher hattet ihr wahrscheinlich noch nicht so viele Trainer.

Manuel: Richi Nussbaum, der war in der Fußballschule mein Trainer. Der war schon ein sehr wichtiger Trainer, weil ich anfangs, als ich zu Play it gegangen bin, einer der schlechtesten war. Der hat dafür gesorgt, dass ich relativ schnell Anschluss hatte und ein Teil der Mannschaft und vor allem auch auf dem Niveau von der Mannschaft war. Ebenso auch Philipp Sattler und Alex Daescu, da ich seitdem den größten Leistungsschub hatte.

Onur: Spielt ihr schon auf großem Feld?

Michael: Ja, seit zwei Jahren. Bei mir ist es Alex, weil ich schon jetzt den Unterschied zwischen Birkesdorf und Arnoldsweiler spüre. In Birkesdorf hatten wir auch nicht so viele Trainer. Aber hier in Arnoldsweiler merk ich jetzt schon, dass ich viel besser geworden bin.

Dennis: Wie seht ihr Alex als Trainer? Eher so als Diktator oder als Teil der Mannschaft? Nimmt der euch auch schon mal raus und macht mit euch Einzelgespräche und Feedback?

Manuel: Eher das zweite. Er redet viel mit einzelnen Spielern und gibt einem gute Tipps.

Dennis: Also eher ein cooler Trainer, der euch sozusagen anpasst.

Manuel: Ja, genau.

Onur: Der kann aber auch mal laut, oder?

Michael: Ja, kann der schon.

Onur: Der hat auch schon hoch gespielt in der Jugend, auch in Rumänien. Als Spieler merkt man einfach, wenn der Trainer selber gespielt hat. Man nimmt den viel ernster, wenn er selber auch schon was geleistet hat. Schau Dennis, du hast eben auch direkt erwähnt, dass dein Trainer zweite Bundesliga gespielt hat. Das nimmt man schon dann anders wahr. Wenn der selbst was geleistet hat, kann man meistens, nicht immer, aber meistens viel besser folgen.

Michael: Habt ihr denn schonmal einen berühmten Fußballspieler gesehen oder ein Foto mit denen gemacht?

Onur: Ich weiß ja nicht was ihr berühmt findet.

Michael: Erste Bundesliga

Onur: Ich habe gegen ein paar schon gespielt. Emre Can zum Beispiel, Serge Gnabry, Sascha Mölders, von dem habt ihr bestimmt schon gehört. Ab und zu taucht der im Fernseher auf als Fußballexperte. Marvin Duksch noch. Da sind viele, die so alt sind wie ich. Halt in der Jugend.

Dennis: Bei mir so gut wie gar nicht. Die, die bei mir aus dem Jahrgang kommen, wie Jan Thielmann oder Tim Lemperle, die jetzt in der ersten Bundesliga auftreten, mit denen habe ich vorher zusammengespielt. Das waren halt meine Mannschaftskameraden. Gut da kann man sagen, du kennst die, mit denen bist du gut klargekommen aber Bilder eher nicht.

Onur: Nein, Bilder gar nicht. Man kommt auch dann nicht auf die Idee, komm lass mal ein Bild machen. Auf dem Spielfeld ist man in einem ganz anderen Modus. Außer jetzt wie bei so einem Spiel Bayern gegen Düren. Wo man sowieso weiß, dass man da verliert. Außer der Trainer von Düren, der hat gedacht, er könne gewinnen. Jedenfalls da macht man sowas. Aber ansonsten macht man sowas auf dem Spielfeld nicht. Wir spielen eh gegeneinander auf Augenhöhe.

Manuel: Ich habe mal in Bayern ein Training geschaut. Da habe ich dann von Kimmich und Douglas Costa ein Autogramm bekommen.

Onur: An der Säbener Straße?

Manuel: Ja genau

Michael: Ich habe noch keinen Spieler getroffen oder ein Bild gemacht.

Onur: Warst du denn schon mal im Stadion?

Michael: Ja ich war schonmal beim FC im Stadion.

Onur: Ist schon anders, wenn man die im Stadion sieht. Das ist alles viel schneller und viel besser, als wenn man vor dem Fernseher sitzt und meckert. Aber das können wir alle. Vor dem Fernseher sitzen und meckern. Am besten ist, wenn wir unsere eigenen Spiele mal im Fernseher angucken und dann meckern wir auch alle nicht mehr. Beim Fußballspiel sind alle Zuschauer Trainer.

Manuel: Habt ihr noch Pläne für die Zukunft?

Dennis: Der Plan ist halt Bundesligaspieler zu werden. Vor allem, weil ich noch recht jung bin mit meinen 18 Jahren habe ich noch sehr viel vor mir. Das ist mein erstes Seniorenjahr. Vielleicht auch das Ziel ins Ausland zu gehen, dort den ersten Schritt zu machen und von da aus in die Bundesliga zu kommen. Oder zweite Bundesliga ist auch schon gut. Spanien zweite Liga wäre auch nicht verkehrt, da hast du es direkt schön warm.

Onur: Man kann immer Gas geben. Was daraus wird, weiß man nie. Aber du bist auf jeden Fall schonmal eine Liga höher, als ich angefangen habe. Ich war in der Landesliga im ersten Seniorenjahr. Dann ging es in die Regionalliga hoch und dann ins Ausland.

Dennis: Mein letztes A-Jugendjahr hat nicht stattgefunden und Fortuna Köln hat mir angeboten, dieses A-Jugendjahr in der Regionalligamannschaft der Senioren zu machen. Das hat mir gezeigt, du kommst ran und jetzt willst du das auch verwirklichen. Leider hat es dann durch die Verletzung nicht gereicht. Dann muss man auch mal einen Schritt zurück machen, um wieder zwei Schritte nach vorne zu machen.

Onur: Ich würde gerne mit Arnoldsweiler dieses Jahr unter die ersten drei kommen. Mal schauen was passiert. Das sollte möglich sein. Ich bin schon länger in der Liga und kann die Liga ganz gut einschätzen. Wir haben auf jeden Fall schon eine gute Mannschaft und gerade in der Breite, was sehr wichtig ist und viele nicht verstehen. Das auch die Leute, die vielleicht nicht von Anfang an spielen, auch sehr wichtig sind, damit man am Ende der Saison Erfolg hat. Vielleicht machen wir ja dieses Jahr was verrücktes.

Dennis: Da wäre ich sofort mit dabei.

Onur: Da kommt natürlich immer ganz viel zusammen. Fußball ist auch immer ein bisschen Glückssache. Aber das, was man beeinflussen kann, da sollte man natürlich Gas geben.

Dennis: Habt ihr auch Ziele oder ist Fußball eher Hobby?

Manuel: Mein Ziel ist 1. Mannschaft Arnoldsweiler irgendwann.

Onur: Sehr gut, du lebst für den Verein.

Michael: Ich möchte besser werden und möchte viel dazu lernen, vielleicht auch als Profi spielen, auf jeden Fall höher spielen.

Dennis: Und dann 1. FC Köln?

Onur: Oder Real Madrid?

Michael: Lieber Köln.

Dennis: Das war jetzt die richtige Entscheidung auf jeden Fall.

Onur: Lukas Podolski sitzt mit uns am Tisch 😊

Michael: Was war denn euer persönlich bestes Spiel?

Onur: Das ist schwierig.

Dennis: Da würde ich sagen 2019 im Sommer. Da haben wir um die Deutsche Meisterschaft gespielt gegen Bayern München im Franz-Kremer-Stadion. Da fand ich schon, dass ich sehr stark gespielt habe. Wir haben dann hinten zum Glück auch zu null gespielt. Aber ich fand, dass das ein bärenstarkes Spiel von mir war.

Onur: Wie habt ihr gewonnen?

Dennis: 4:0

Onur: Wir haben auch gegen Bayern gespielt, gegen die zweite Mannschaft in der Regionalliga. Da haben wir das erste Mal in der Vereinsgeschichte meines alten Vereins gegen Bayern gewonnen. Da hat auch Alphonso gespielt

Dennis: Also Alphonso Davies

Onur: Ja genau, also seht ihr das geht ganz schnell. Der ist sofort drei Ligen hoch und in die Champions League. Aber das kann auch genau so schnell wieder abwärts gehen. Da muss man aufpassen. Deswegen macht eure Schule fertig. Dann habt ihr alle Freiheiten und könnt immer alles machen was ihr wollt.

Dennis: Genau. Einfach die Schule fertig machen und dann eure Träume verwirklichen, die ihr habt.

Manuel: Habt ihr irgendeinen in der Mannschaft, der für Stimmung sorgt?

Onur: Mehrere würde ich sagen. Ich auch.

Dennis: Dominik Behr auf jeden Fall.

Onur: Dominik auf jeden Fall. Ich tanze sehr gerne. Ob das jetzt vor dem Spiel ist, oder beim Training ist. Auch auf dem Platz ein bisschen. Ich mag das nicht, wenn man vor dem Spiel so verkrampft. Die meisten sind dann auch die ersten 10 Minuten auf dem Platz so verkrampft. Ich brauch halt diese Lockerheit. Wenn einer seine Ruhe haben will, der soll halt seine Ruhe haben, aber ich muss ein bisschen tanzen. Tim ist immer so ein Leiseunterhalter mit seinen drei-vier Leuten.

Dennis: Ja stimmt, der hat immer so seine drei oder vier Kollegen, mit denen er in der Kabine ein bisschen Faxen macht. Wir sind alle ganz lustig.

Onur: Wäre aber auch schlimm, wenn wir 10 Clowns hätten. Und ihr? Seid ihr Clowns?

Michael: Nee, wir nicht. Was war denn so eure schlimmste Verletzung?

Dennis: Im Spiel habe ich mir noch keine Verletzung zugezogen. Das war meistens im Training. Da bin ich im Rasen hängen geblieben und hab mir das Syndesmoseband angerissen. Oder Bänderriss. Eigentlich Sachen, die recht schnell wieder heilen. Ich hatte bisher noch sehr viel Glück.

Onur: Ich habe mir mal selber den Schienbeinkopf kaputt gemacht. Wir haben ein Turnier gewonnen, VW Cup heißt das. Im Stadion von Wolfsburg haben wir das Finale gespielt. Dann ist der Philipp Simon zur Eckfahne gelaufen, ich bin hinterher und wollte auf den draufspringen und er hat eine Kurve gemacht und ich bin auf den Boden gesprungen. Und dann habe ich mir hier so einen Riss im Knochen geholt. Aber im Spiel selbst nicht. So Bänderverletzungen ja, aber nichts Schlimmes. Wart ihr schon verletzt?

Manuel: Nein nicht im Spiel. In meiner Freizeit habe ich mir die Hand gebrochen.

Michael: Im Spiel nicht, nur in der Freizeit. Da habe ich immer Pech.

Manuel: Habt ihr irgendwelche Rituale vor dem Spiel?

Onur: Ich muss immer alles mit rechts zuerst machen. Das geht gar nicht anders. Ich muss immer meinen rechten Schuh zuerst binden, meinen rechten Schienbeinschoner zuerst. Zum Beispiel auch, wenn wir Übungen machen beim Aufwärmen, dann muss ich immer alles mit rechts machen. Wenn der Trainer sagt, wir beginnen mit dem linken Bein, fange ich trotzdem mit rechts an.

Dennis: Stehst du auch mit rechts zuerst auf oder was?

Onur: Nein beim Aufstehen achte ich darauf nicht.

Dennis: Ich bin immer viel früher da als alle anderen. Meistens bin ich bereits 30 Minuten vor Treffpunkt auf dem Sportplatz. Ich mache dann Kopfhörer auf die Ohren und gehe immer über die Stellen, auf denen ich später unterwegs bin. Ich stelle mir dann schonmal so ein paar Situationen vor, die später passieren können. Dazu dann Motivationsmusik oder Musik, bei der man ein bisschen runterkommen kann oder entspannen kann. Ich gehe dann meist auf die linke Seite und guck mir den Platz an.

Onur: Habt ihr auch schon Rituale

Michael: Nein noch nicht.

Onur: Das entwickelt sich mit der Zeit. Wenn ihr mal ein gutes Spiel gemacht habt und hattet das Gefühl, ihr hättet was bestimmtes vorher gemacht und beim nächsten Mal klappt das wieder, dann ist so ein Ritual schnell entwickelt.

Michael: Die wichtigste Frage, die sich jeder stellt: Messi oder Ronaldo?

Dennis: Auf dem Platz Messi, neben dem Platz Ronaldo. Auf dem Platz ist Messi für mich einfach der beste Spieler, den es gibt und neben dem Platz ist es Ronaldo, weil er einfach den Fußball lebt und dafür arbeitet. Er isst gesund, er arbeitet jeden Tag für seinen Körper, dass er immer noch mit 37 in der Premier League spielen kann. Für mich neben dem Platz ganz klar Ronaldo und auf dem Platz Messi.

Onur: In eurem Alter war das noch einfach, da habe ich einfach einen Namen gesagt aber jetzt vergleichst du das ein bisschen anders. Also beide sind das Non plus Ultra, da kommt ja keiner dran. Ich war da durch Real Madrid immer ein bisschen auf Ronaldos Seite. Aber das heißt nicht, dass Ronaldo immer besser ist als Messi. Die sind einfach beide super und Messi ist einfach ein ganz anderer Fußballspieler als alle anderen, kann man aber auch schwer vergleichen. Der hat da mal mehr Tore geschossen, der andere da mal. Aber insgesamt haben sie tausende Tore geschossen. Also ich bin ein bisschen mehr auf Ronaldos Seite.

Dennis: Und ihr so?

Michael: Eher Messi, aber beide sind halt die Besten auf der Welt.

Onur: und die Neuen? Wer gefällt dir von den Neuen am meisten? Wer wird der nächste Weltfußballer?

Manuel: Ich glaube so wie Ronaldo oder Messi wird so schnell nicht nochmal jemand. Und der nächste wirklich richtig gute glaube ich wird Kylian Mbappé.

Michael: Ja, sehe ich auch so.

Onur: Warten wir mal ab.

Dennis: Oder Haaland.

Onur: Die sind beide super. Und beide noch jung.

Manuel: Was haltet ihr von der aktuellen Nationalmannschaft?

Onur: Ich finde die Spieler alle super. Ich habe auch gesagt, die gewinnen die EM, aber da lag ich ein bisschen falsch. Von den Spielern her kann man gar nix sagen. Da sind Spieler bei, die spielen in den besten Vereinen der Welt. Es läuft irgendwie noch nicht richtig. Nach der WM ist es irgendwie ein bisschen runtergegangen und ich weiß nicht woran es liegt. Hansi Flick bringt jetzt mal neuen Input. Vielleicht bringt es ja was.

Dennis: Ich würde sagen, es liegt nicht an den Spielern, sondern eher am Trainer, der vielleicht jetzt, wie Hansi Flick, wieder richtigen Input gegeben hat. Die haben wieder richtig Lust auf kicken, bzw. für die Nationalmannschaft zu spielen. Die wollen wieder das Land präsentieren. Ich hatte immer das Gefühl, die dachten sich, wir spielen für Deutschland ja, aber wir sind Weltmeister geworden und waren in der Nationalmannschaft und gut ist und haben sich ein bisschen auf dem Erfolg ausgeruht. Aber das Gefühl habe ich jetzt gar nicht mehr. Jetzt kann mal wieder mitfiebern und nächstes Jahr die WM holen.

Onur: Das wäre schon krass.

Dennis: Das Potential dazu hätten sie.

Onur: Dein Lieblingsspieler war Kimmich und Müller und deiner?

Michael: In der Nationalmannschaft habe ich jetzt keinen speziellen.

Onur: Na dann müssen wir noch was Besseres finden als Müller oder Kimmich.

Michael: Ich mag die schon aber ich finde jetzt keinen so richtig gut. Wo habt ihr denn vor Arnoldsweiler überall gespielt?

Dennis: Ich habe mit zwei in Rot-Weiß-Lamersdorf angefangen, drei Jahre lang. Dann bin ich mit fünf zu Jugendsport Wenau gewechselt. Mit 13 bin ich dann zum FC Köln gegangen. Danach nach Fortuna Köln und jetzt Viktoria Arnoldsweiler.

Onur: Herzlich Willkommen 😊

Dennis: Danke! Und das war auch mein Ziel vor der Saison, dass wir die größeren Gegner, wie Düren, Hennef, Siegburg, Bergisch Gladbach ärgern. Punkte klauen und eventuell auch den Aufstieg versauen.

Onur: Oder selber aufsteigen.

Dennis: Oder selber aufsteigen, genau. Möglich ist immer noch alles.

Onur: Ja, das stimmt. Das erfahren wir am Ende der Saison. Ich habe gespielt bei Walheim, die gibt es leider nicht mehr. Dann habe ich bei Alemannia Aachen gespielt. Dann bin ich zu Rott gewechselt, weil es mir keinen Spaß mehr gemacht hat tatsächlich. Ich bin sogar in der Saison gewechselt, dann musste ich drei Monate warten wegen der Sperre. Dann bin ich nach Aachen zurück. Von da aus bin ich nach Schalding, nach Bayern gegangen, an die Grenze von Österreich und Tschechien, also in die Regionalliga Bayern. Da hatte ich auch dann meine beste Zeit. Auf einmal spielst du dann gegen so Mannschaften wie Bayern 2, Fürth2, Nürnberg2 und jedes Spiel war wichtig für mich.

Dennis: Wie alt warst du?

Onur: Da war ich 21. Alleine nach Bayern war auch komisch. Vorher habe ich mit meiner damaligen Freundin zusammengewohnt und meine Familie ist hier. Das ging damals sehr schnell, ein-zwei Tage, da war ich schon weg. Das war für mich selber komisch. Keine Freunde, keine Familie, kein Mensch da. Und da unten sprechen sie auch eine ganz komische Sprache, da muss man sich auch dran gewöhnen. Nach Schalding bin ich dann nach einem Jahr in die Türkei gezogen. Der Name sagt euch wahrscheinlich nichts, aber nachdem ich da weg bin, sind die tatsächlich zweimal aufgestiegen und spielen jetzt in der ersten Liga. Das war auch cool in der Türkei. In Bayern fährt man meistens mit den Bussen mit dem Mannschaftsbus zu den Auswärtsspielen, weil da alles so groß ist. Da muss man vier Stunden nach da ins Stadion und drei Stunden in die andere Richtung fahren. Und in der Türkei bin ich dann geflogen zu den Auswärtsspielen. Da dachte ich so, ok jetzt hast du es geschafft. Als ich das erste Mal geflogen bin zum ersten Auswärtsspiel und im Hotel eingecheckt, da dachte ich so, ok, das ist schon cool. Da habe ich auch nur Fußball gespielt. Da war man dann Profi.

Michael: Hast du dann auch in der Türkei gewohnt?

Onur: Ja, ich habe dann in Istanbul gewohnt. Der Verein hatte so ein Gelände wie hier, ein bisschen größer. Dann haben die so ein großes Haus, bzw. zwei. Eins für die Jugendspieler und eins für die Erwachsenen, also die erste Mannschaft. Und dann hast du quasi dein Zimmer da. Dann stehst du morgens auf, bekommst dein Essen, dann gehst du zum Training und zum Mittagsessen. Du brauchst dich um nichts kümmern. Trainingsgelände und Fitnessstudio waren direkt da. Das war ein bisschen Luxus aber auch ein bisschen komisch. Ich kannte das nur mit viel Freiheit. Ich konnte immer raus gehen wann ich will und alles machen. Und da war das anders. Da musstest du um zehn Uhr wieder da sein und ich dachte „Hallo, ich bin 23, ich kann selber entscheiden wann ich zu Hause bin“. Da war das auch so, wenn der Kapitän was sagte, dann war das Gesetz. Wenn der sagte, um zehn Uhr Licht aus, dann war das so. Also man muss sich nicht immer was sagen lassen, wenn man jünger ist, aber so eine kleine Hierarchie ist schon gut.

Dennis: Die Kleinsten müssen immer leiden.

Onur: Das war auch schon komisch, ganz alleine in einem anderen Land. Ich konnte ja gottseidank die Sprache. Aber ansonsten war es schon ganz anders. Du hast halt keinen Freund, keine Mama oder Papa, dem du alles erzählen kannst. Du musst mit allem selber klarkommen. Aber das war schon gut so. Also wenn ihr mal irgendwann die Gelegenheit habt. Nicht nur Fußball, sondern generell ein Auslandssemester oder ähnliches, dann macht das. Das ist wirklich gut. Man lernt viel über sich selbst, man wird selbstständiger.

Dennis: Selbst, wenn man innerhalb Deutschlands mal weiter weg geht, ist das sicherlich gut. Dadurch wird man immer eigenständiger. Das finde ich auch ganz gut.

Manuel: Wenn ihr eure Karriere beendet, wollt ihr die dann hier in Arnoldsweiler beenden, eventuell zurückkommen und hier beenden?

Onur: Das weiß ich noch nicht. Auch wenn ich schon sehr alt bin, ich habe eigentlich vor, noch sehr lange Fußball zu spielen. Ich lege mich ungern immer fest. Ich gucke mal, wie ich Lust habe und wie es mir passt. Mal sehen, was wir in den nächsten ein oder zwei Jahren hier noch erreichen. Vielleicht bleibe ich noch fünf Jahr hier. Kann auch sein, dass ich woanders hinziehe. Nicht nur wegen Fußball, sondern einfach so. Ich weiß es ehrlich nicht. Dafür bin ich zu kurz hier.

Dennis: Ich bin eigentlich nur kurz übergangsweise hier. Ich habe aber direkt gesagt, durch diese Corona-Pandemie bin ich froh, dass dieser Verein mich auch aufgenommen hat und das ich hier sozusagen wieder spielen und Spaß am Fußball haben darf. Ich werde sicherlich nicht jetzt mein Karriereende hier machen, aber vielleicht das ich zurückkomme, egal ob es als Trainer oder als Physio ist. Ich werde nochmal zurückkommen und mich dafür bedanken.

Onur: Ist ja auch eine sehr gute Adresse hier, darf man nicht vergessen. Ist zwar ein Dorfverein aber ein sehr guter Dorfverein.

Michael: Hat euch denn die Coronazeit ein bisschen runtergezogen, oder wie war Corona bei euch?

Dennis: Für mich war es ganz schlimm, weil meine letzten zwei Jugendjahre durch Corona verloren gegangen sind. Wir haben, wenn es hochkommt, in den letzten zwei Jahren acht Spiele gespielt. Davor die Jahre waren es 40 Spiele in der Saison und du freust dich jede Woche auf dem Platz zu stehen. Dann kam Corona und wir durften nur mit vier bis fünf Leuten trainieren, keinen Körperkontakt haben. Das waren so Momente wo dir bewusst wurde, das kann dir echt jetzt die Karriere versauen, wo du aber gar nicht drüber nachdenken darfst. Das Training, was du während Corona machst, bringt dir vielleicht mehr, als wenn es gar nicht da gewesen wäre. Wir hatten dann manchmal nur dreimal die Woche Training und viel frei, wo du dann für dich selber was machen konntest. Es war ein bisschen komisch, weil Corona den Fußball gestoppt hat und unser Hobby dadurch kaputt geht. Mir hat es jetzt soweit geholfen, dass ich festgestellt habe, dass ich den nächsten Schritt im Fußball machen kann und es wirklich erreichen möchte, auch wenn mir zwei Jahre geklaut wurde, möchte ich zeigen, dass ich es trotzdem will. Das wird mich nicht davon abhalten, meinen Traum zu verwirklichen.

Onur: Ich hatte das erste Mal seit 16 Jahren trainingsfrei. War nicht so schlecht. Irgendwann fehlt dir einfach dieses Spiel, weil es auch Spaß macht und ist total ungewohnt, wenn du wirklich seit 16 Jahren jedes Wochenende ein Spiel hattest oder Training oder Vorbereitung oder irgendwas. Und jetzt hast du gar nix. Du sitzt zu Hause. Am Anfang warst du noch motiviert, da habe ich auch noch was getan, aber dann war ich auch mal froh, zwei oder drei Monate ganz entspannt mich auf andere Sachen zu konzentrieren. Man muss halt immer alles so nehmen, wie es kommt. Wir konnten es eh nicht ändern, mussten alle zu Hause bleiben, also macht man das Beste draus. Also bei mir war es nicht so schlimm, aber die letzten Jugendjahre, überhaupt die Jugendjahre, ich sage euch genießt das. Ihr seid alle gleich alt, ihr versteht euch. Wenn du in den Senioren bist, ist das anders. Der eine hat eine Familie, der andere muss studieren. Das verläuft sich alles. Da hat man mal ein paar Jungs, mit denen du dich besser verstehst, mit den anderen spielst du nur Fußball. Bringt nichts in der Vergangenheit zu wühlen.

Dennis: Ich schau eh nicht mehr zurück. Meine Blicke gehen nur nach vorne.

Manuel: Hattet ihr vielleicht mal so Momente, wo ihr dachtet, dass ihr mit Fußball aufhört? Oder war das gar keine Option?

Dennis: Leider ja. In diesem Corona Jahr, also im letzten A-Jugendjahr, kam der Trainer zu mir und hat mir so viel Selbstvertrauen gegeben, Spielzeit versprochen, zumindest gesagt, dass ich auf jeden Fall spielen werde und er hat mich dann einfach fallen gelassen. Da hatte ich einfach so ein Loch, wo ich gesagt habe, ich werde am Wochenende für das viele Training in der Woche nicht belohnt. Ich hatte dann so ein Tiefpunkt, saß im Bus auf dem Weg von Köln und hab gedacht, du hast einfach kein Bock mehr auf Fußball, ich würde am liebsten aufhören und was anderes probieren. Tennis oder so, ist auch interessant.

Onur: Ist ja auch normal. Ihr habt sicherlich auch nicht immer Lust auf Fußball. Das ist völlig normal alles. Ganz aufhören, habe ich nie drüber nachgedacht. Als ich von Aachen nach Rott gewechselt habe, war ich auch so sauer auf Fußball, weil das alles nicht so hingehauen hat, wie ich mir das vorgestellt habe. Dann habe ich aber gedacht, egal, ich muss mir meinen Spaß wieder zurückholen. Dann geht man mal eine Liga tiefer, um sich den Spaß wieder zu holen. Wo man vielleicht in der Mannschaft ein paar Jungs von früher kennt. Aber ganz aufhören, dafür mache ich das zu gerne.

Dennis: Ich hoffe, ihr hattet das noch nicht.

Manuel: Nein. Natürlich hat man manchmal nicht so viel Spaß und Lust, aber so ganz aufhören nicht.

Onur: Es macht nicht immer alles gleich viel Spaß. Man darf nicht, wenn es mal nicht so läuft, direkt alles fallen lassen. Manchmal muss man auch mal zwei oder drei Wochen durch, wo es gar keinen Spaß macht oder manchmal hat man auch Phasen. Vielleicht eine neue Freundin oder man zockt mal lieber Fortnite. Aber der Spaß kommt ja wieder.

Michael: Habt ihr eine Lieblingsrückennummer oder ist es euch egal, welche ihr habt?

Onur: 8. Ich habe sie seit Jahren nicht mehr gehabt. Aber meine Lieblingsrückennummer ist die 8.

Dennis: Bei mir ist es eher die 4 oder 5. Die 4 hatte ich eigentlich die komplette Jugend über und die 5 ist einfach von meinem Vater. Sind aber auch die Innenverteidigernummern. Wenn man eine Nummer die ganze Zeit hatte, will man sie auch nicht mehr abgeben. Und wenn die jemand anders hat, dann heizt man auch mal an, weil man sich die holen will. Vielleicht so: „lass uns mal drum spielen oder so. Ich will die unbedingt haben.“

Onur: Was habt ihr für Lieblingsnummern?

Manuel: 25 und 5. 25, weil ich die bei Play-it die ganze Zeit hatte und die 5, weil ich die halt jetzt habe.

Onur: Hat aber keinen bestimmten Grund? Hast die also bekommen, hat gepasst wie angegossen und dann hast du gesagt, das ist jetzt meine Nummer?

Manuel: Nein, das hat was mit meinem Geburtsdatum zu tun. 05. Februar. 25 auch wegen Thomas Müller.

Dennis: Bei dir?

Michael: Ich hatte mit Birkesdorf die ganze Zeit die Nummer 6. Jetzt habe ich die Nummer 10, die gefällt mir auch sehr gut.

Dennis: Die 10 ist gut, da musst du drauf aufpassen.

Onur: Stimmt, um die 10 wird meistens gestritten. Ihr habt also auch feste Nummern und wechselt die nicht jedes Spiel?

Michael: Nein, wir haben feste Nummern.

Onur: Bei mir war das noch so: Die 11, die spielten hatten auch die Nummern, die wurden verteilt. Und die anderen hatten dann die anderen Nummern.

Dennis: Wir haben auch immer feste Nummern gehabt. Das finde ich auch am besten. Irgendwann fühlst du dich in deinem eigenen Trikot so wohl.

Onur: ….und gehst damit schlafen

Dennis: Wenn es sein muss, dann auch das.

Onur: Ah ich habe ein Ritual vergessen. Wenn ich neue Fußballschuhe habe, dann schlafe ich die erste Nacht immer mit denen. Echt jetzt, die lege ich immer neben mir auf meine Kissen, aber nur die erste Nacht.

Manuel: Was macht ihr Hauptberuflich?

Onur: Ich habe immer Fußball gemacht. Ich habe auch studiert schon ganz viel. Also wirklich ganz viel, aber nie zu Ende.

Dennis: Was denn alles?

Onur: Gesellschaftswissenschaften, Ingenieurwesen, BWL, Lehramt habe ich studiert, so einiges. Wenn du mit Fußball unterwegs bist, und so in dem Alter 18 bis 23 bist, dann ist studieren immer eine gute Ausrede. Wenn dich einer fragt, was machst du denn, dann kannst du sagen: „Ich studiere und spiele Fußball“. Da musst du dich nicht immer erklären. Wenn du aber wie ich für 400 oder 500 Euro nach Bayern gehst, was gerade mal für eine Wohnung reicht, dann hörst du immer: „Mensch, mach doch was vernünftiges“. Ich war auch mal in den Unis, habe aber nie ernsthaft daran gedacht zu Ende zu studieren. Vielleicht demnächst mal, aber ich weiß es noch nicht. Ich fahre jetzt Getränke aus. Und ich habe auch einen YouTube Blog

Dennis: Willst du auch den Namen sagen?

Onur: Hochhausblog

Dennis: Als ich nach hier gewechselt bin, hat Peter mir auch einen Job besorgt bei Diana in der Post. Da bin ich auch sehr zufrieden mit. Für mich war mit 18 jetzt auch wichtig, nicht nur im bezahlten Fußball zu sein. Sondern man braucht noch etwas, damit man davon leben kann. Mir war auch wichtig, dass ich morgens früh aufstehe. Das man einfach in einen normalen Rhythmus reinkommt, wenn man morgens arbeitet.

Onur: Warum genau willst du früh aufstehen?

Dennis: Wenn du jetzt in den Rhythmus verfällst bis 12 Uhr zu schlafen, dann bis 17 Uhr an der Konsole sitzt.

Onur: Das kannst du doch auch so machen um acht Uhr aufstehen.

Dennis: Das fällt erstens schwierig und zweitens fallen dir irgendwann keine Ideen mehr ein, was du über Tag machen sollst. Und dementsprechend verdient man dann auch noch.

Onur: Deswegen habe ich studiert. Da habe ich immer BaFög bekommen. Nein, ich habe auch immer nebenbei gearbeitet. Geht ihr eigentlich gerne zur Schule?

Michael: Man freut sich schon, wenn man seine Freunde sieht. Aber der Unterricht macht einfach manchmal keinen Spaß.

Onur: Wie viel Schuljahre habt ihr?

Manuel: Meine Schule geht nur bis zur 10. Klasse und dann mal schauen, was ich mache.

Michael: Bei mir geht bis 12. Klasse durch G8. Dann habe ich Abitur.

Onur: Was sind denn eure Ziele für dieses Jahr?

Manuel: Jedenfalls Qualifikation für die Bezirksliga und die dann möglichst auch schaffen.

Dennis: Wie sieht es im Pokal aus?

Michael: Halbfinale auf jeden Fall.

Onur: Wer ist denn euer Konkurrent?

Manuel: 1. FC Düren und Bördeland

Onur: Als Arnoldsweiler müsst ihr auf jeden Fall Bördeland schlagen. Wie oft trainiert ihr in der Woche?

Manuel: Normalerweise dreimal in der Woche. Also diese Woche jetzt einmal, wegen Pokalspiel und Meisterschaftsspiel und einem Nachholspiel, aber normalerweise dreimal in der Woche.  

Onur: Spielt ihr immer samstags?

Michael: ja, samstags

Onur: Samstags spielen ist schön. Ich würde so gerne nochmal samstags spielen. DA kann man wenigstens einen Tag am Wochenende genießen. Wenn wir sonntags spielen, dann kann ich freitags und samstags kein Halli Galli machen. So habe ich dann den Samstagabend.

Dennis: Warum kannst du Freitagabend kein Halli Galli machen?

Onur: Ich bin doch schon etwas älter. Was macht ihr heute noch? Zocken? Ach schau mal, habe ich das Wort „Zocken“ gesagt, haben sich beide direkt angeguckt. Was zockt ihr so?

Manuel: Fifa, also in letzter Zeit zocke ich gar nicht mehr, weil ich die Hand gebrochen hatte.

Dennis: Ich habe erst mit 16 meine erste Konsole bekommen. Bei mir hat es sehr lange gedauert, bis ich eine hatte.  

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0:3 im Derby

0:3 im Derby

  Ligaspiel

12.09.2021  |  Anstoß: 15:00 Uhr  | Bertram-Möthrath-Stadion

0 : 3

Spielbericht

0:3 im Derby

Arnoldsweiler, 13.09.2021 Alle Gegentreffer innerhalb der ersten zwanzig Minuten

Wenn irgendjemand vor dem Derby zwischen Viktoria Arnoldsweiler und Borussia Freialdenhoven in der Fußball-Mittelrheinliga gesagt hätte, das Spiel sei nach 20 Minuten entschieden, dann hätte man ihn wohl für verrückt erklärt. Aber wie es manchmal im Fußball geht, wäre diese Aussage ausnahmsweise völlig korrekt und zutreffend gewesen. Freialdenhoven war einfach das bessere Team, und die Viktoria hatte einen gebrauchten Tag. So stand das 3:0 für die Kruth-Elf binnen der ersten 20 Minuten fest,und so beendeten die Gäste das Spiel nach 90 Minuten.

Der Heimelf gelang kaum etwas, während die Borussen voller Dynamik und überfallartigen Aktionen die Kleeblätter alt aussehen ließen. „Das waren überragende 20 Minuten meiner Mannschaft, die den Gegner frühzeitig unter Druck setzte und sehr effizient die Balleroberungen zu Toren genutzt hat“, war Borussen-Trainer Kevin Kruth voll des Lobes über seine Jungs. Nach drei Siegen in Folge ohne Gegentor traten die Borussen mit breiter Brust auf, was man bei der Viktoria im gesamten Spiel nicht erkennen konnte, obwohl schlecht war die Virnich-Elf ebenfalls nicht gestartet. „Heute hat das komplette Team mehr oder weniger versagt, von daher werde ich gewiss nicht draufhauen, sondern die Spieler an ihre Ehre packen und am Mittwoch auffordern, beim Pokalspiel in Freialdenhoven ein besseres Gesicht zu zeigen“, so Thomas Virnich hinsichtlich der Arnoldsweiler Schläfrigkeit zu Beginn der Begegnung.

Von Beginn an stand das trotz zweier Gelb-Roter Karten für Szymczewski (71.) und Krischer (76.) faire Match total im Fokus der Borussen, die mit aggressivem Pressing an der Mittellinie ihre Gegner zu Fehlern zwangen und danach schnell in die Spitze spielten. So fiel das 1:0 bereits nach fünf Minuten, als sich der Ex-Viktorianer Niklas Koppitz auf der rechten Seite leichtfüßig durchsetzte, am langen Pfosten hatte dann Christos Draganidis keine große Mühe, die Hereingabe zu verwerten. Zu allen Fehlern, die den Kleeblättern zu Beginn der Partie unterliefen, gesellte sich fünf Minuten später auch ein wenig Pech, als Viktoria-Keeper Kevin Jackmuth nach einer Flanke das Leder einem Mitspieler gegen den Körper boxte und sich Yannik Kuhnke mit dem 2:0 bedankte.

Eine erste Halbchance sahen die etwa 350 Zuschauer nach einer Ecke von Dominik Behr (18.), die von Musashi Fujiyoshi per Kopfball aufs Tor gebrachte wurde, kurz vor der Linie geklärt werden konnte. Fast im Gegenzug fiel das 0:3 durch Claas Heinze, der die Verwirrung nutzte, als nach einem offensichtlichen Foulspiel der Viktoria im Strafraum an Koppitz alle auf den Pfiff des Unparteiischen warteten, dieser jedoch weiterspielen ließ.

In der zweiten Halbzeit kontrollierten die Borussen mit großer Cleverness das Geschehen auf dem Rasen. Durch das Fehlen der Stürmer Steltzner und Dreyer fehlten Thomas Virnich Wechselalternativen in der Offensive, was er aber auch nicht als Entschuldigung geltend machen wollte. „Positiv ist nur die Tatsache, dass wir dieses Spiel in drei Tagen beim Pokalspiel in Freialdenhoven vergessen lassen können“, so die leise Hoffnung des Viktoria-Coaches.

(Bericht: Hans Peter Jonas AZ/AN, Fotos: J. Gras/Joe Mediawork)

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Verdienter Auswärtssieg

Verdienter Auswärtssieg

  Ligaspiel

05.09.2021  |  Anstoß: 15:30 Uhr  |Kunstrasenplatz Kurt-Bornhoff-Sportpark

1 : 2

Spielbericht

Verdienter Auswärtssieg

Arnoldsweiler, 05.09.2021 Trotz fünffachem Wechsel kein Niveauverlust.

Einen verdienten 2:1-Sieg in der Fußball-Mittelrheinliga haben die Kleeblätter bei Frechen 20 eingefahren.

Sehr früh ging das Team von Trainer Thomas Virnich durch Alexandru Daescu mit 1:0 in Führung. Auch nach der verletzungsbedingten Auswechslung von Steltzner dominierte Viktoria Arnoldsweiler das Geschehen und hätte bis zur 60. Minute locker mit 3:0 führen müssen, doch gute Einschussmöglichkeiten wurden ausgelassen. „Auch nach dem Ausgleich durch Tim Lamers blieben wir gelassen und haben uns weitere Chancen erspielt“, so Virnich. Tim Gerhards (67.) brachte sein Team mit einem trockenen Schuss aus 20 Metern flach ins Eck erneut in Front. „Es war ein verdienter Erfolg, der viel früher hätte eingetütet werden müssen. Doch ich bin zufrieden, weil wir trotz fünffachem Wechsel keinen Niveauverlust erlitten haben.“

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